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Icking will Modernisierung der eigenen Homepage anschieben

Moderner, übersichtlicher und praktischer soll der Ickinger Internetauftritt werden. Das hat der Gemeinderat beschlossen.

Icking will einen moderneren Internetauftritt. Die Gemeinde macht dafür Geld locker. Nicht allen reicht der Schritt.

Icking – Auch die Gemeinde Icking will, wie viele Kommunen, ihre Webseite auf den neuesten Stand bringen. Dafür wurden im letzten Gemeinderat mit zwei Gegenstimmen 2800 Euro lockergemacht.

Icking will Modernisierung der eigenen Homepage anschieben

Gegen den Beschluss hatte Georg Linsinger von der UBI nicht etwa gestimmt, weil er findet, dass an der Homepage nichts gemacht werden soll. Im Gegenteil: Er wollte sich noch ein wenig mehr informieren und andere Anbieter bitten, Gestaltungsvorschläge zu machen. Denn das Paket, das die Verwaltung zur Abstimmung vorgelegt hat, stammt von genau dem Anbieter digiPublica, mit dem Icking auch jetzt schon kooperiert, es ist quasi ein Sonderangebot zur Modernisierung der Seiten – und nur bis Ende des Monats gültig. Linsinger: „Eine Entscheidung unter Druck zu treffen, finde ich grundsätzlich schwierig.“

Ickings Homepage soll moderner werden

Über das dann beschlossene Content Management System „NEOS“ können sich die Ickinger und Ickingerinnen künftig Formulare auch online herunterladen, Behördengänge können also vom Schreibtisch zu Hause wenigstens vorbereitet, wenn nicht komplett erledigt werden. Aber auch optisch sei der neue Auftritt ansprechender als der jetzige, meinte Bürgermeisterin Verena Reithmann (UBI): Das Menü beschränkt sich auf eine Leiste, die quer über der Seite verläuft, damit stehe der ganze Bildschirm für Inhalte zur Verfügung. „Das ist übersichtlicher als jetzt.“ Gemeinden wir Teisnach und Putzbrunn haben die neue Version schon umgesetzt.

Eine kurze Diskussion ergab sich darüber, ob die Gemeinde nicht gleich die Premium-Variante des angebotenen Systems bestellen soll – dann wäre auch eine Bürgerbeteiligung in einem bestimmten Rahmen möglich gewesen.

Grüne fordert größeren Schritt bei Ickings Relaunch

Laura von Beckerath-Leismüller von den Grünen – ohnehin dafür, die Webseite jetzt aufzurüsten („das ist ein Schritt in die richtige Richtung“) – hatte sich genau dafür ausgesprochen. Die Premium-Version stehe, sagte sie, für „Bürgernähe und Transparenz. Das sind wichtige Dinge, wir sollten es mal probieren.“ Damit blieb sie letztlich allein. Bürgerbeteiligung auf einer öffentlichen Webseite sei, meinte nicht nur Rathauschefin Reithmann, außerordentlich schwierig. „Man muss die Beiträge pflegen und darf sie nicht zensieren.“ Ihre Stellvertreterin und Fraktionskollegin Claudia Roederstein schloss sich an: „Ich will davor warnen, eine Kommentarfunktion jetzt schon mit reinzunehmen. Das überfordert unsere Möglichkeiten bei Weitem“, das Ganze müsse ja moderiert werden. Die Gemeinde kann – das wurde klar – das Standard-Programm jederzeit auf die Premium-Version erweitern.

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Andere Anbieter wären, auch darauf hatte Reithmann hingewiesen, fast um das Dreifache teurer gewesen. Bei ihnen hätten vergleichbare Programme 8000 bis 9000 Euro gekostet. ak