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IG-BCE-Chef Vassiliadis nennt Vorwürfe gegen Laschet „absurd“

Der Vorsitzende der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) hat den Kanzlerkandidaten der Union, Armin Laschet, gegen Vorwürfe von Umweltgruppen verteidigt, in Bezug auf den Kohleausstieg die Unwahrheit gesagt zu haben. Die Darstellung von Greenpeace und dem Bund für Umwelt und Naturschutz sei „absurd“, schrieb Michael Vassiliadis in einer internen Mail an den Hauptvorstand der Gewerkschaft. Sie liegt WELT AM SONNTAG vor.

Laschet hatte im ZDF-Sommerinterview gesagt, die von der Bundesregierung im Jahr 2018 einberufene Kohlekommission habe den Ausstieg bis 2038 mit Zustimmung der Umweltverbände beschlossen. Greenpeace und BUND bezeichneten diese Darstellung als „Falschinformation“ oder „Lüge“, weil sie in einem Sondervotum für 2030 plädiert hätten. Allerdings hatten beide Umweltorganisation den Kohlekompromiss ausdrücklich mitgetragen.

IG BCE-Chef Vassiliadis, der auch Mitglied der Kommission war, kritisierte die „Fluchttendenzen“ der Umweltverbände, „die zuvor in der Kommission mitgearbeitet, mitdiskutiert und mitbeschlossen hatten“. Der Gewerkschaftsführer stellte im Schreiben klar, dass sich die Kommission auf das Ausstiegsdatum 2038 geeinigt hatte, weil „das parallele Abschalten der Kernenergie und der Ausstieg aus der Kohle unweigerlich zu Versorgungslücken führt“.

Darüber sei in der Kommission lange debattiert worden, so Vassiliadis: „Diese Versorgungslücke führt übrigens zu der Absurdität, dass ausgerechnet im grün regierten Baden-Württemberg zwar alle Beschlüsse zum Kohleausstieg gefallen sind, aber alle Kohlekraftwerke noch laufen, weil die Bundesnetzagentur sie als systemrelevant definiert hat und sie somit weiterlaufen müssen.“

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