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Jahn trotz Remis ganz oben: Kiel kassiert Blitz-Rot und nächste Klatsche

Jahn Regensburg kann in Düsseldorf nicht siegen - bleibt aber dennoch Tabellenführer der 2. Fußball-Bundesliga. Gar gut läuft es für die knapp am Aufstieg gescheiterten Kieler, an diesem siebten Spieltag stoppt eine deutliche Pleite das leichte Aufrappeln. Heidenheim bleibt derweil oben dran.

Holstein Kiels Vormarsch aus dem Tabellenkeller der 2. Fußball-Bundesliga ist vorläufig gestoppt. Die Störche kassierten im Nordderby gegen Hannover 96 nach zuvor drei Spielen ohne Niederlage in langer Unterzahl mit 0:3 (0:3) wieder eine bittere Heimpleite und erlitten bei ihrer Aufholjagd nach dem misslungenen Saisonstart einen schweren Rückschlag. Hannover hingegen hat durch seinen zweiten Erfolg im Duell mit einem regionalen Rivalen in Serie nach dem 1:0 gegen den FC St. Pauli die obere Tabellenhälfte im Visier.

Die Gäste nutzten ihre Überzahl nach einem frühen Platzverweis gegen Kiels Torhüter Ioannis Gelios (10./Notbremse) schnell für klare Verhältnisse. Sebastian Ernst (18.), Sebastian Kerk (25.) und Linton Maina (25.) sorgten für Hannovers ersten Auswärtserfolg. Die Dezimierung durch die Rote Karte für Gelios durchkreuzte Kiels Matchplan spürbar. Aus der Phase der Neuorientierung beim Aufstiegsrelegations-Teilnehmer der vergangenen Saison schlug Hannover, das als bislang schwächste Auswärtsmannschaft der Liga ins Storchennest gereist war, konsequent Kapital.

Mit dem deutlichen Vorsprung im Rücken kontrollierte 96 die Partie auch nach dem Seitenwechsel sicher. Kiel bemühte sich zwar um eine Ergebnisverbesserung, konnte Hannover aufgrund seines nummerischen Nachteils aber nicht ausreichend unter Druck setzen.

Tabellenführer Jahn Regensburg hat erneut Federn gelassen und wartet seit nun drei Spielen auf einen Sieg. Das Team von Trainer Mersad Selimbegovic kam im Auswärtsspiel bei Fortuna Düsseldorf nicht über ein 1:1 (1:1) hinaus. Damit könnten die Regensburger im weiteren Verlauf des siebten Spieltags die Spitze verlieren.

Der formstarke Max Besuschkow (18.) mit seinem bereits dritten Saisontreffer hatte den Jahn vor 19.256 Zuschauern zwar in Führung gebracht, doch die durchaus spielfreudige Fortuna schlug dank des Kopfballs von Neuzugang Robert Bozenik (33.) zurück.

Während der Jahn mit 14 Punkten vorerst weiter an der Spitze steht, hängen die Rheinländer von Trainer Christian Preußer mit lediglich acht Zählern weiter im Tabellenmittelfeld fest. Die Hausherren waren bei perfekten äußerlichen Bedingungen die etwas aktivere Mannschaft, die Gäste allerdings effektiver. So zielte Besuschkow bei seinem Schuss vom Strafraumeck genau, F95-Schlussmann Florian Kastenmeier war beim Aufsetzer machtlos.

Die Düsseldorfer intensivierten ihre Bemühungen und belohnten sich durch den auffälligen slowakischen Nationalspieler Bozenik, der erst Ende August an den Rhein gewechselt war. Die Gastgeber drängten in der Folge auf den ersten Heimsieg der Saison, hatten aber auch Glück: Ein Tor des Regensburgers Scott Kennedy (75.) nahm Schiedsrichter Harm Osmers (Hannover) wegen Handspiels nach Rücksprache mit dem Video-Assistenten zurück.

Der 1. FC Heidenheim ist dank einer effizienten Leistung in die Spitzengruppe vorgerückt. Beim Kellerkind SV Sandhausen gewann die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt 3:1 (2:0) und schloss damit zum Führungstrio auf. Oliver Hüsing (15.), Tim Kleindienst (36.) und Patrick Mainka (86.) trafen für die Gäste. Pascal Testroet (52.) gelang für die Platzherren nur der zwischenzeitliche Anschlusstreffer.

Heidenheim ist durch den Sieg nun punktgleich mit dem Karlsruher SC, der Relegationsplatz drei innehat. Der SVS, der weiter auf den ersten Heimsieg der Saison wartet, hat vier Punkte auf dem Konto und rangiert weiter auf einem Abstiegsplatz.

Gegen die Hausherren, die Trainer Gerhard Kleppinger gegenüber dem 1:2 beim Hamburger SV auf sechs Positionen verändert hatte, eroberte Heidenheim sich schon in der ereignisarmen Anfangsphase mehr Spielanteile. Nach einer zu kurz abgewehrten Ecke erzielte Hüsing aus sieben Metern die verdiente Führung für die Gäste. Auch danach blieb Heidenheim die aktivere Mannschaft und belohnte sich noch vor der Pause: Kleindienst verwandelte einen Querpass von Denis Thomalla freistehend zum 0:2.

Eine erfolgreiche Kombination der Gastgeber durch die zur Halbzeit eingewechselten Oumar Diakhite und Testroet ließ noch einmal Spannung aufkommen. Danach entwickelte sich eine ausgeglichene Partie. Kleindienst traf schon vor Mainkas Treffer aus drei Metern anstelle des leeren Tores nur den Pfosten und verpasste damit eine frühere Entscheidung (78.).

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