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Jetzendorf bekommt Naturkindergarten

Jetzendorf – Dass mehrere Gruppen für eine Kindertagesstätte fehlen, ist in Jetzendorf längst kein Geheimnis mehr. So sucht der Gemeinderat seit längerer Zeit nach einem weiteren Standort für die Kinderbetreuung, denn sowohl im Kinderhaus in Priel als auch im Spatzennest in Jetzendorf fand man keine Ideallösung für eine Erweiterung. Seit Dienstagabend aber sind sich die Gemeinderäte einig:

Es soll ein Natur-Kindergarten werden, und zwar auf dem Schafflerhof im Ortsteil Lindhof, wo von dem Verein „Echo“ sechs Jahre lang bis 2019 eine inklusive Naturstation mit Pferden betrieben wurde.

Von privater Seite wurde der Schafflerhof anschließend bis April dieses Jahres ebenfalls mit Pferden, Schafen, Ziegen und Hunden betrieben. Große Resonanz bei Kindern und deren Eltern fand auch heuer ein dreiwöchiges Sommercamp vom Zweckverband Jugendarbeit, der nun auch für die Mittagsbetreuung an der Jetzendorfer Schule zuständig ist.

Nachdem sich nun der Gemeinderat vor Ort ein Bild vom Schafflerhof gemacht hatte, gab es im Gemeinderat zwar noch eine ausgiebige Diskussion, am Ende aber einen einstimmigen Beschluss, dass die Verwaltung der Gemeinde die notwendigen Schritte für so einen Natur-Kindergarten am Schafflerhof einleiten soll.

Nur was die Bezeichnung dieser neuen Kinderbetreuungseinrichtung angeht, war man sich noch nicht einig: Die einen sprachen vom Natur-Kindergarten, andere nannten das Vorhaben Bauernhof-Kindergarten. Bürgermeister Manfred Betzin erklärte, dass eine Rücksprache beim Zweckverband Jugendarbeit ergeben habe, dass Einrichtungen der geplanten Art bei Eltern und Kindern sehr gefragt seien.

„Das könnte auch ein Vorteil in der Personalfindung sein“, findet der Gemeindechef, der bisher einen dritten Standort für einen Kindergarten eigentlich vermeiden wollte, sich nun aber von der Nutzung des Schafflerhofes sehr angetan zeigte. Betzin meinte, dass es, vorausgesetzt, das Landratsamt stimmt zu, sinnvoll sei, zunächst mal ein oder zwei Kindergarten-Gruppen einzurichten. Betzin strebt einen Pachtvertrag für 20 Jahre an. Der Speckbauer, dem der Schafflerhof gehört, habe bereits signalisiert, so einer Verpachtung zuzustimmen.

Das Betreiber-Konzept müsse vorher noch mit dem Landratsamt festgelegt werden. Während Betzin es für sinnvoll erachtet, den Zweckverband Jugendarbeit als Betreiber dieses Natur-Kindergartens ins Auge zu fassen, brachte Gemeinderat Stefan Gottschalk (Wählergruppe Lampertshausen) zum Ausdruck, dass die geplante Einrichtung direkt von der Gemeinde betrieben werden sollte. Gottschalks Frage nach künftigen Gastkinderplätzen am Schafflerhof beantwortete der Bürgermeister so: „Ich glaube nicht, dass wir Gastkinderplätze für andere Gemeinden vergeben könnten.“

Dennoch erklärte Gottschalk: „Ich bin absoluter Befürworter des Natur-Kindergartens in Lindhof.“ Begeistert von der Idee des Natur-Kindergartens zeigte sich auch Vize-Bürgermeister Leonhard Sedlmeier (Parteiunabhängige), der betonte: „Da treffen wir voll den Zeitgeist. So ein Kindergarten hat einen unwahrscheinlichen Charme, diese Chance sollten wir nutzen.“

Die SPD-Gemeinderätin Sandra Gamperl erklärte, dass das Areal wunderschön sei, sie aber Bedenken hinsichtlich des Zustandes des Bauernhauses habe, „denn da zu sanieren, ist ein Fass ohne Boden“. Gamperl befürchtet, dass das Haus mit hohem Kostenaufwand komplett entkernt werden müsste. Da aber widersprach der Bürgermeister, indem er erklärte: „Ob wir das Haus überhaupt brauchen, sehen wir noch. Wir sollten das Projekt nicht von Anfang an zerreden und nicht den zweiten vor dem ersten Schritt machen.“ Etwas neu zu bauen, sei nicht zwingend nachhaltig.

Laut Gemeindechef Manfred Betzin würde in dieser Frage die Zeit für den Schafflerhof sprechen, und auch die künftigen Öffnungszeiten seien nicht in Stein gemeißelt. Der Bürgermeister ist überzeugt, dass es auch in der Gemeinde Jetzendorf viele Kinder gibt, die lieber in einen Natur-Kindergarten als in eine hochmoderne Einrichtung gehen.

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