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Joint lässt ihn auffliegen: Linksextremist war Hausmeister bei Polizei

Joint lässt ihn auffliegen Linksextremist war Hausmeister bei Polizei

Der Vorfall sei "an Peinlichkeit kaum zu überbieten": Ein als linksextrem aufgeführter Straftäter kann bei der Berliner Polizei monatelang als Hausmeister arbeiten. Der Mann ist dabei für Gebäude von Spezialeinheiten zuständig. Erst als Beamte ihn beim Kiffen erwischen, fliegt er auf.

Ein Linksextremist ist mehrere Monate Hausmeister bei der Berliner Polizei gewesen - ausgerechnet am Sitz der Spezialeinheiten in Lichterfelde. Das bestätigte die Polizei. Demnach war der Mann im Juli über die landeseigene Immobilienmanagement GmbH angestellt worden. Vor wenigen Tagen wurde er auf dem Polizeigelände beim Konsum von Marihuana ertappt.

Die Einsatzkräfte hätten auch bei der Durchsuchung seiner Wohnung geringe Mengen Marihuana gefunden, teilte die Polizei am Dienstagabend mit. Die Polizei ermittelte und stellte fest, dass der 54-Jährige in der Rubrik "Politisch motivierte Kriminalität - Links" als Straftäter geführt wird.

Anhand der vorgelegten Personalien werde bei der Berliner Polizei eigentlich eine Zuverlässigkeitsprüfung vorgenommen, schreibt die "Berliner Zeitung". Warum der entsprechende Eintrag im Vorfeld nicht auffiel, sei unklar. Dem Mann sei mit sofortiger Wirkung ein Hausverbot ausgesprochen worden, heißt es in dem Bericht weiter. "Die Zutrittsschlüssel wurden selbstverständlich umgehend eingezogen", sagte demnach ein Polizeisprecher.

In der Polizei-Dienststelle am Augustaplatz sind unter anderem das Spezialeinsatzkommando (SEK), der Personenschutz und die Aufklärer untergebracht, die sich als Zivilpolizisten zum Beispiel am 1. Mai unter die Demonstranten mischen, um zu beobachten, wer Steine aufsammelt und wirft. Der Hausmeister sei auch für ein weiteres Gebäude zuständig gewesen, wo derzeit das neue Anti-Terror-Zentrum aufgebaut werde.

Der Sprecher der Gewerkschaft der Polizei, Benjamin Jendro, sprach von einem unglaublichen Vorfall, der an Peinlichkeit kaum zu überbieten sei. "Wir reden hier von einer Dienststelle mit hochsensiblen Tätigkeiten und Einheiten, für die Anonymität überlebenswichtig ist", heißt es in einem Statement auf Twitter. Der Fall zeige, wie lückenhaft die Sicherheitsüberprüfung sei.