Im Verfahren wegen des Juwelendiebstahls aus dem Dresdner Grünen Gewölbe hat das Landgericht Dresden den Haftbefehl gegen einen der sechs dringend Tatverdächtigen aufgehoben.

Anders als Amtsgericht und Staatsanwaltschaft sieht es derzeit keinen dringenden Tatverdacht gegen den 23-Jährigen aus Berlin, wie die Staatsanwaltschaft am Donnerstag mitteilte.

Frei komme der junge Mann deshalb nicht, sagte ein Sprecher. Er verbüße derzeit eine Jugendstrafe wegen seiner Tatbeteiligung am Goldmünzen-Diebstahl aus dem Bode-Museum im März 2017 Berlin. Auch im Zusammenhang mit dem Coup in Dresden bleibe er tatverdächtig. Die Staatsanwaltschaft prüft, ob sie Beschwerde gegen den Beschluss einlegt.

Die Hintergründe

Den sechs Beschuldigten (22, 22, 23, 24, 25 und 27 Jahre), die alle dem Remmo-Clan angehören sollen, wird vorgeworfen, am 25. November 2019 in das Historische Grüne Gewölbe in Dresden eingebrochen zu sein und 21 Schmuckstücke mit insgesamt über 4300 einzelnen Diamanten und Brillanten im Gesamtversicherungswert von mindestens 113.800.000 Euro entwendet zu haben.

Die Schmuckstücke wurden beim Kunstdiebstahl im Grünen Gewölbe 2019 entwendet (Foto: picture alliance/dpa/Grünes Gew)
Die Schmuckstücke wurden beim Kunstdiebstahl im Grünen Gewölbe 2019 entwendet (Foto: picture alliance/dpa/Grünes Gew)

Zudem hatten die Räuber einen geladenen Revolver und eine Selbstladewaffe mit Schalldämpfer und Patronenmunition im Kaliber 7,65 mm Browning mit sich.