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Kaufland, Lidl, Aldi, Edeka: Wer macht mehr Milliarden-Umsätze? Die Kohle-Liste

Kaufland, Lidl, Aldi und Edeka: Die Milliarden-Umsätze der Supermärkte!

Kaufland, Lidl, Aldi und Edeka: Die Supermärkte und Discounter in Deutschland zählen zu den großen Gewinnern der Corona-Krise. So haben sich die Marktanteile verändert.

Kaum eine Branche in Deutschland ist so umkämpft, wie die Lebensmittelbranche. Neben den traditionellen Lebensmittelgeschäften drängen auch immer mehr Start-ups wie die Lieferdienste Flink oder Gorilla in den Markt und versuchen, die Kunden aus den Supermärkten und Discountern wegzulocken. Doch noch verteidigen die stationären Lebensmittelgeschäfte ihre Marktanteile, wie echo24.de* berichtet.

Zwar gingen die Kunden insgesamt seltener im Supermarkt oder Discounter ihrer Wahl einkaufen, doch gaben sie dabei mehr aus. Entsprechend gab es ein Umsatzplus und eine Verschiebung von Marktanteilen, wie eine Analyse des Forschungsinstituts für den Handel, EHI Retail Institute zeigt.

Ranking der Supermärkte: Discounter Lidl zählt zu Gewinnern - Edeka bleibt Marktführer

Im Rahmen der Studie „Einzelhandel 2021“ haben sich die Handelsforscher ausführlich mit der Branche beschäftigt und dabei auch ein Top-10-Ranking der führenden Lebensmitteleinzelhändler erstellt. Dafür haben die Forscher des EHI Retail Institutes aus Köln den Nettoumsatz und die Filialzahl ausgewertet.

Demnach bleibt Edeka auch 2020 unangefochtener Marktführer, die größten Gewinner sind aber die Discounter, wie der Analyse des EHI zeigt. So hat sich Lidl* im Vergleich zu den EHI-Zahlen des Vorjahres deutlich verbessert und Rewe überholt. Auch den Abstand zu Aldi Süd konnte der Discounter - der wie Kaufland zur Schwarz-Gruppe aus Neckarsulm gehört - vergrößern. „Das Wachstum im Lebensmitteleinzelhandel variiert allerdings je nach Format und führt zu Verschiebungen der Marktanteile von Discountern und Supermärkten“, kommentierte EHI-Chef Marco Atzberger die Analyse „Stationärer Einzelhandel 2021“.

Discounter bei Umsatz vorne - auch Kaufland und Co. profitieren

Mit seinen 3.202 Filialen kam Lidl 2020 auf einen Umsatz von 21,6 Milliarden Euro. Marktführer Edeka erwirtschaftete mit seinen 5.921 Filialen indes rund 37,4 Milliarden Euro. Der Lebensmittelhandel profitierte dabei 2020 insbesondere davon, dass er während der Corona-Pandemie als systemrelevant galt und geöffnet bleiben durfte. Daher überrascht es auch nicht, dass er deutlich über 60 Prozent des Umsatzes der Top 1.000 stationären Vertriebslinien aller Händler ausmachte. Und das, obwohl die Zahl der Lebensmittelgeschäfte rückläufig ist, so gab es 2018 noch 3,6 Prozent mehr Verkaufsstellen als im vergangenen Jahr.

HändlerStationärer Umsatz (in Mrd.)
Edeka (Supermärkte)37.362
Lidl21.600
Rewe (Supermärkte)18.300
Aldi Süd16.400
Netto Marken-Discount14.550
Kaufland13.460
Aldi Nord12.200
Penny8.050
Real6.800
Norma3.600

Mit 42,2 Prozent verbuchten die Discounter den Löwenanteil der Umsatzanteile des Lebensmittelhandels für sich. Mit 34,1 Prozent rangierten die Supermärkte nur knapp dahinter, die SB-Warenhäuser machten derweil lediglich 16,4 Prozent der Umsatzanteile aus. Allerdings profitierten auch Kaufland* und Co vom Trend des „One-Stop-Shopping“, wie der Business Insider berichtet. Heißt: Die Kunden gingen während des Lockdowns nur bei einem Händler einkaufen, besorgten dort aber alles. Dabei begingen die Käufer oftmals unbewusst folgenschwere Fehler.

Dass die Umsätze der SB-Warenhäuser dabei nicht so stark stiegen, wie die der Supermärkte, liegt daran, dass SB-Warenhäuser oftmals schlecht erreichbar sind. Zudem führten die Autoren der EHI-Studie die starren Strukturen als Kriterium auf. Hinzu kommt, dass in der Studie viele Filialen noch zu Real gezählt wurden.

Bekanntlich verschwindet Real aber nach und nach vom Markt, nachdem die Kette an den Investor SCP verkauft wurde. Dieser treibt die Zerschlagung immer weiter voran und verkauft die Real-Filialen schrittweise an Kaufland, Edeka, Rewe und Globus*. Entsprechend werden sich auch die Marktanteile ändern, wovon insbesondere Kaufland und Marktführer Edeka profitieren dürften. Der Vollsortimenter aus Neckarsulm sicherte sich neben zahlreichen Filialen auch den Onlineshop real.de*.

Mehr Umsatz für Supermärkte und Discounter: Auch Baumärkte und Möbelhäuser profitieren von Corona

Ein ähnliches Phänomen ließ sich laut den EHI-Forschern auch bei Baumärkten und Möbelhäusern beobachten. Denn: Durch den Lockdown verbrachten die Deutschen so viel Zeit zu Hause wie selten zuvor. Entsprechend nutzten viele Menschen diese Zeit, um die eigenen vier Wände auf Vordermann zu bringen. Das EHI spricht hier von einem „Cocooning-Trend“.

Zudem profitierten die Baumärkte von frühen Lockerungen - und auch die Möglichkeit, Click and Collect zu nutzen, sorgte für steigende Umsatzzahlen. Der größte Gewinner war Marktführer Ikea, doch auch andere Baumärkte und Möbelhäuser profitierten vom „Cocooning-Trend“. *echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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