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Klimaaktivisten beim Kanzleramt: Hungerstreik nach Scholz-Zusage beendet

Klimaaktivisten beim Kanzleramt Hungerstreik nach Scholz-Zusage beendet

Mitten im Berliner Regierungsviertel verweigern seit Wochen junge Menschen Nahrung, seit heute auch das Trinken. Sie wollen so ein Gespräch mit den Kanzlerkandidaten erzwingen. Ein Tag vor der Bundestagswahl sagt SPD-Kandidat Scholz eine solche Debatte zu - und beendet damit den Hungerstreik.

Der Hungerstreik der beiden Klimaaktivisten in Berlin ist beendet. Wie die Initiative "Hungerstreik 2021" mitteilte, nehmen Henning Jeschke und Lea Bonasera wieder Nahrung zu sich. Zur Begründung für das Ende der Aktion gab eine Sprecherin an, dass SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz in einem persönlichen Telefonat ein öffentliches Gespräch innerhalb der nächsten vier Wochen zugesagt habe. Eine solche öffentliche Debatte war eine der Kernforderungen der Hungerstreikenden.

Sieben Stunden vor Ende der Aktion hatten Jeschke und Bonasera als letzte Verbliebene nach vier Wochen ohne Nahrung auch damit begonnen, keine Flüssigkeiten mehr zu sich zu nehmen. Der Gesundheitszustand der beiden jungen Menschen beschrieb die Initiative als kritisch. Ohne Flüssigkeit drohen binnen weniger Tage ernste gesundheitliche Folgen bis hin zum Tod. Da beide Hungerstreikende bereits geschwächt wären, hätten kritische Zustände deutlich schneller eintreten können. Für solche Fälle war nach Angaben von Betreuenden für medizinische Hilfe gesorgt.

Bonasera ließ mitteilen, der Hungerstreik habe "die Blockadehaltung der Politiker:innen gebrochen". Jeschke sagte: "Es ist ein dramatisches Zeichen, dass es dieses Schrittes bedurfte, damit die wissenschaftliche Realität in die öffentliche Debatte kommt." Er kritisierte alle Parteien, deren Wahlprogramme "weiter das mörderische fossile System" schützten.

Scholz bestätigte sein Einlenken und teilte bei Twitter mit: "Ich bin froh, dass die Streikenden abbrechen und wieder trinken und essen. Das Leben geht vor. Ich stehe zu meinem Gesprächsangebot nach der Wahl, daran werde ich mich halten."

Am Donnerstagabend hatte Grünen-Co-Chef Robert Habeck das Protestcamp in der Nähe des Reichstagsgebäudes und des Kanzleramts besucht und für ein Ende des Hungerstreiks geworben. Nach Angaben einer Grünen-Sprecherin und der Aktivisten habe später auch Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock ein Gespräch mit den Aktivisten geführt, die zu dem damaligen Zeitpunkt den Hungerstreik schon beendet hatten.

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