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"Klostertaler" fighten um den Eichelsdorfer Kirchweihsieg

Eichelsdorf

Die „Klostertaler“ gewinnen das Eichelsdorfer Kirchweihderby und somit den Pokal, den Armin Kaiser (hinten rechts) in Empfang nahm.
Die „Klostertaler“ gewinnen das Eichelsdorfer Kirchweihderby und somit den Pokal, den Armin Kaiser (hinten rechts) in Empfang nahm.
Foto: Marion Manietta | Die „Klostertaler“ gewinnen das Eichelsdorfer Kirchweihderby und somit den Pokal, den Armin Kaiser (hinten rechts) in Empfang nahm.

Was wäre die Eichelsdorfer Kirchweih ohne den traditionell stattfindenden Fußballvergleich zwischen der linken und der rechten Dorfhälfte? Und so war es wieder soweit, dass sich fünf „Türken“ und sechs „Klostertaler“ Aug in Aug gegenüber standen. Die entstandene Mehrzahl glich man kurzerhand durch die Möglichkeit eines Wechselspielers aus – so waren stets fünf gegen fünf auf dem Spielfeld. Die „Türken“ konnten zwei Neuzugänge von der Gegenseite begrüßen: nach Jahren der Hingabe für die „Klostertaler“ streiften sich Altstar Michael Geier und Dauersprinter Sebastian Göbel nun das charakteristische rote Trikot der Gegenseite über. Organisator Armin Manietta hatte kein Erbarmen mit den überschaubaren Fußballwilligen, die teils vom Vorabend noch schwer gezeichnet waren, als er die Spielzeit von zweimal 25 Minuten laut Regelwerk angab.

Schiedsrichter war der auch am Vorabend gesehene Gast Markus Geyer, der nach dem obligatorischen Abspielen der Nationalhymne den Spielball freigab. Keine drei Zeigerumdrehungen später klingelte es bereits im türkischen Kasten – David Baumgärtner eröffnete den nun folgenden Torreigen. Moritz Martin legte wenige Minuten später nach, das 2:0 schien für manchen Zuschauer schon die Vorentscheidung zu sein. Doch weit gefehlt, nach einer unübersichtlichen Situation fiel der Anschlusstreffer, dessen Anblick einem Großteil der Zuschauer aufgrund der nicht optimalen Sichtverhältnisse jedoch verwehrt blieb. Moritz Martin markierte kurz darauf das 3:1, der alte Abstand war wieder hergestellt. Nun wollte Michael Geier endlich auch zeigen, dass er eine adäquate Verstärkung für sein neues Team darstellte: Doch sein darauffolgender Schussversuch misslang kläglich, der Ball flog in hohem Bogen über den Schutzzaun und landete über die Hauptstraße hinweg in einem der Vorgärten der Eichelsdorfer Siedlung. Etwas besser machte es der alteingesessene Türke und Wahl-Eichelsdorfer Frank Lieberth, dem nach dem Anschlusstreffer sogar der Ausgleich zum zwischenzeitlichen 3:3 gelang. Danach gab es Ausfallerscheinungen bei den Klostertalern, da half auch der brasilianisch anmutende Tunnel von Hannes Kaiser durch die Beine des Gegenspielers Tobias Barth nicht viel. Fast genauso unberechenbar wie am Vorabend zeigte sich Sebastian Göbel auch vor dem Tor des Gegners und brachte nun die „Türken“ mit 4:3 in Führung. Markus Geyer hatte schließlich Einsicht mit den dargebotenen Laufleistungen und schickte die Mannschaften zum Pausentee.

Dieser entfaltete offenbar bei Christian Kaiser neue Kräfte, nur Sekunden nach dem Anpfiff zur zweiten Halbzeit brachte ein Gewaltschuss durch ihn den erneuten Ausgleich. Oldie Armin Kaiser wollte es dem Junior gleichtun, und schaffte das auch kurze Zeit später, wenn auch ganze drei Schussversuche dafür notwendig waren. Damit also nun 5:4 für die „Klostertaler“, aber es war noch lange nicht vorbei. Auch beim nächsten Treffer war es ein Kaiser, diesmal Hannes, der zum 6:4 einschoss. Der Hunger war immer noch nicht gestillt, so konnte kurz darauf auch noch Jakob Martin die Führung zum 7:4 weiter ausbauen. Mit schmerzverzerrtem Gesicht ließ sich Michael Geier kurze Zeit später auswechseln, es ging für ihn nicht mehr weiter. Tobias Barth wollte sich trotz aussichtsloser Situation noch nicht geschlagen geben und verkürzte zum 5:7 aus türkischer Sicht.

Es keimte wieder Hoffnung auf – und die wurde noch größer, als Sebastian Göbel sich ein Herz fasste und den Anschlusstreffer zum 6:7 erzielte. Den nächsten Schreckmoment erlebte das prall gefüllte Schullandheim, als Hannes Kaiser etwas weniger filigran das Leder im Gesicht von Tobias Barth platzierte. Doch der schüttelte sich nur kurz und sorgte damit für kollektives Aufatmen im weiten Rund. Die letzten türkischen Hoffnungen auf Erfolg machten schließlich Hannes Kaiser und David Baumgärtner mit ihren jeweiligen Treffern zum Endstand von 9:6 zunichte.  Im Anschluss fand die Pokalübergabe für die Mannschaft der Klosterseite statt, als Armin Kaiser den Pokal von Armin Manietta in Empfang nehmen konnte. Ein rundum gelungener Kirchweihsonntag wurde kurze Zeit später in der örtlichen Gastwirtschaft abgeschlossen.

Von: Thomas Kaiser, für die Initiative „Eichelsdorf Aktiv“

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