Germany
This article was added by the user Anna. TheWorldNews is not responsible for the content of the platform.

Kommentar: Die EU muss die Verbindung nach Belarus kappen

Die polnische Armee kontrolliert eine frisch gebaute Befestigung der Grenze zu Belarus in der Nähe von Nomiki. Bild: Reuters

Das unwürdige Spiel, das Russland und Belarus mit Flüchtlingen treiben, muss beendet werden. Grenzbefestigungen sind das letzte, aber ein gutes Mittel.

Diese Vorstellung ist vielen Deutschen und Europäern ein Graus: eine Mauer? Schließlich war ihr Land, war ihr Kontinent einst von einer fürchterlichen Grenze geteilt. Der sächsische Ministerpräsident Kretschmer, der hinter derselben Mauer aufwuchs wie Angela Merkel, hat jetzt gesagt: „Wir brauchen Zäune und wir brauchen vermutlich auch Mauern“. Es geht um die europäische Außengrenze.

Tatsächlich bleibt die Freiheit in der Europäischen Union nur erhalten, wenn der Staatenverbund seine äußeren Grenzen kontrolliert. Das ist keine Lösung des Flüchtlingsproblems. Aber nichts zu tun, würde die Potentaten in Moskau und Minsk geradezu ermutigen. ihr unwürdiges Spiel mit dem Leben von Flüchtlingen fortzusetzen. Die Verbindungen nach Belarus müssen gekappt werden.

Bis Besserung eintritt müssen die betroffenen Staaten an der europäischen Ostflanke unterstützt werden – bei der Hilfe für Flüchtlinge, bei der Sicherung der Grenze. Hoffentlich merkt man dann in Warschau auch einmal wieder, dass kein Land eine Insel ist und dass Polen die EU auch auf diesem Feld nötig hat.

Auch Deutschland hat gelernt, dass sich die Flüchtlingskrise etwa in Bayern oder jetzt in Brandenburg oder Sachsen ganz anders darstellt als etwa in Niedersachsen oder Berlin. Ein Grenzzaun kann nicht nur trennen, sondern auch schützen. Daran müssen aber alle mitarbeiten.