Germany

Kontakt zu russischen Söldnern: Lawrow bestätigt Gerüchte um Mali

Kontakt zu russischen Söldnern Lawrow bestätigt Gerüchte um Mali

Spielen im Krieg in Mali russische Söldner eine Rolle? Kreml-Außenminister Lawrow bestätigt, dass es zumindest eine Kontaktaufnahme gab. Während in Deutschland über ein Ende des Einsatzes diskutiert wird, bestreitet er eine russische Verantwortung.

Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat eine umstrittene Kontaktaufnahme der Behörden im westafrikanischen Mali zu einem privaten russischen Militärunternehmen bestätigt. "Sie haben sich an eine private Militärfirma aus Russland gewandt", sagte Lawrow bei einer Pressekonferenz am Rande der UN-Vollversammlung in New York. "So, wie ich das verstehe, im Zusammenhang damit, dass Frankreich sein militärisches Kontingent erheblich kürzen möchte, das sich dort aufhielt und (...) Terroristen bekämpfen sollte."

Lawrow betonte dabei, dass er bei der Sache keine Verantwortung für die russische Regierung sehe: "Damit haben wir nichts zu tun. Dies sind kommerzielle Verträge zwischen einer anerkannten, legitimen Regierung und denen, die ausländische Militärhilfe leisten". Lawrow nannte den Namen Wagner dabei nicht direkt.

In Frankreich und anderen westlichen Ländern hatten zuletzt Berichte über einen möglichen Einsatz der Söldnerfirma Wagner in Mali große Besorgnis ausgelöst. In Deutschland mehrten sich die Stimmen, in einem solchen Fall den Bundeswehr-Einsatz in dem afrikanischen Krisenstaat zu überprüfen. Malis Regierung hatte vor rund einer Woche erklärt, dass es sich bei den angeblichen Plänen, Wagner anzuheuern, lediglich um Gerüchte handele. Nach Informationen aus der Hauptstadt Bamako soll es der durch einen Putsch an die Macht gekommenen Führung vor allem um den eigenen Personenschutz gehen.

An der UN-Mission Minusma zur Stabilisierung Malis sind etwa 900 Männer und Frauen aus Deutschland beteiligt. Rund 300 deutsche Soldaten sind zudem für die seit 2013 laufenden EU-Ausbildungsmission EUTM im Land.

Für Atom-Gespräche sind "USA und Iran bereit"

Zu einer Wiederbelebung des Atomabkommens mit dem Iran äußerte Lawrow sich vorsichtig zuversichtlich. "Wir haben große Hoffnungen und einen wohlüberlegten Optimismus, dass wir ein positives Ergebnis erzielen können, die USA und der Iran sind dazu bereit". Die im April wieder begonnenen Verhandlungen über den Atomdeal in Wien wurden nach der iranischen Präsidentenwahl im Juni und dem Regierungswechsel in Teheran unterbrochen. China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Russland bemühen sich um die Rückkehr der USA zu dem Abkommen von 2015.

Für die kommende Woche kündigte Lawrow eine weitere Runde der Abrüstungsgespräche mit den USA an. "Was unsere Gespräche mit den USA über die strategische Stabilität angeht, so war die erste Runde im Juli und die zweite soll nächste Woche zustande kommen". Die Atommächte USA und Russland hatten Ende Juli in Genf in der Schweiz den Auftakt zu neuen Abrüstungsgesprächen gestartet, auf die sich zuvor US-Präsident Joe Biden und der russische Staatschef Wladimir Putin bei einem Gipfel geeinigt hatten. Die Gespräche gelten als wichtiges Signal für die globale Sicherheit.

Zum Thema Cyberangriffe sagte der russische Außenminister, dass rund die Hälfte aller Hacks gegen Russland in den USA ausgeführt würden, einige kämen aber auch aus Deutschland und anderen Ländern. Angesprochen auf die Bundestagswahl sagte Lawrow, er wünsche allen Beteiligten viel Erfolg.

Football news:

Rooney ist an Newcastle Interessiert. Der frühere Stürmer von Manchester United und Englands Nationalspieler Wayne Rooney ist an Newcastle Interessiert
Real, Atletico und Inter Mailand Interessieren sich für Österreichs Top-Torjäger Adeyemi
Der Präsident des italienischen Fußballverbandes (FIGC), Gabriele Gravina, glaubt, dass Cristiano Ronaldo nicht die beste Entscheidung für Juventus war
Samuel Umtiti: Ich liebe Barça, ich will hier erfolgreich sein. Ich kann mir keinen anderen Klub vorstellen
Jamie Carrager: Manchester United braucht einen neuen Trainer. Der ehemalige Liverpool-Verteidiger Jamie Carrager meinte, Manchester United müsse den Trainer wechseln, um sich für die Trophäen zu qualifizieren
Antonio Cassano: Ronaldo gehört nicht einmal zu den Top 5 der Geschichte. Messi, Pelé, Maradona, Cruyff und Ronaldo auf einer anderen Ebene
Joaquin ist der erste Spieler des 21. Jahrhunderts, der mit 40+ Jahren in La Liga ein Tor erzielte. Betis-Mittelfeldspieler Joaquin Sanchez erzielte in der 9. Runde von La Liga einen Treffer gegen Alaves. Er assistierte Borja Iglesias, der in der 89. Minute das einzige Tor erzielte