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Konzeptsuche: Was wird aus Containern für Flüchtlinge in Prenzlau und Templin?

In den Städten wurden 2015/16 für Millionenbeträge Gemeinschaftsunterkünfte für Asylbewerber gebaut. In Templin steht der Komplex seit Jahren leer.

Templin ·

Auf dem Höhepunkt der Flüchtlingswelle 2015 hat der Landkreis Uckermark sowohl in Templin als auch in Prenzlau Notquartiere aus Wohncontainern für Asylbewerber errichten und einrichten lassen. In Templin wird der Komplex in der Milmersdorfer Chaussee schon seit 2018 nicht mehr als Gemeinschaftsunterkunft genutzt, er steht seither leer. Ein Uckermärker, der namentlich ungenannt bleiben will, fragt sich, was mit den Containern passieren soll?

Mehr zum Thema: Bau von Unterkünften hat begonnen

Für beide Standorte verfolgt der Landkreis Uckermark, der für die Unterbringung von Asylbewerbern und Flüchtlingen zuständig ist, unterschiedliche Konzepte. „Alle drei Containerkomplexe am Standort der Gemeinschaftsunterkunft Prenzlau werden langfristig benötigt. In zwei Containerkomplexen werden aktuell Asylsuchende untergebracht. Ein Containerkomplex mit 90 Plätzen wird als Reserve beziehungsweise pandemie-bedingte Quarantänecontainer durch den Landkreis Uckermark vorgehalten“, informierte Marko Ulrich, Leiter des Sozialamtes in der Kreisverwaltung.

Für die leer stehenden Container in Templin, die sich im Eigentum der kommunalen gemeinnützigen Uckermärkischen Betreuungs- und Pflegegesellschaft befinden, gibt es noch keine Pläne. „Aktuell laufen Sondierungsgespräche zur Nutzung der Liegenschaft“, so die Auskunft des Amtsleiters.

Blick zurück: Templiner Containerdorf ist bald leer

In beide Standorte flossen nicht unerhebliche Summen aus dem uckermärkischen Haushalt – 5,6 Millionen Euro für die Gemeinschaftsunterkunft Prenzlau, noch einmal 1,85 Millionen Euro in Templin. Doch die Summen seien lediglich vorgestreckt worden. Im Rahmen der Kostenerstattung beziehungsweise der Refinanzierung seien die Ausgaben auf der Grundlage des brandenburgischen Landesaufnahmegesetz an den Landkreis inzwischen zurückgeflossen, versicherte Marko Ulrich.

Ob auf die Uckermark angesichts der politischen Veränderungen in Afghanistan und der Evakuierung von Teilen der Bevölkerung die Aufnahme weiterer Flüchtlinge zukommt, konnte der Amtsleiter noch nicht prognostizieren. „Dieses Thema befindet sich derzeit in der Abstimmung zwischen den zuständigen Stellen“, führte er dazu lediglich aus.