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KORREKTUR: Für das Klima: Jeder fünfte Stadtbewohner verzichtet auf ein eigenes Auto

VdTÜV Verband der TÜV e.V.

Berlin (ots)

--- Im ersten Satz ist uns ein Fehler unterlaufen. Der Satz wurde korrigiert. Wir bitten um Entschuldigung. ---

+++ Umfrage des TÜV-Verbands: 40 Prozent der Bundesbürger:innen haben ihr Mobilitätsverhalten zugunsten des Klimas verändert +++ Schlüssel für den Verzicht liegt im Ausbau des Nahverkehrs und einer modernen Verkehrsinfrastruktur +++ TÜV-MeetUp zum Thema Zukunft der urbanen Mobilität +++

Vier von zehn Bundesbürger:innen (40 Prozent) geben an, ihr persönliches Mobilitätsverhalten in den vergangenen Jahren zugunsten einer klimafreundlichen Fortbewegung verändert zu haben. Das hat eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag des TÜV-Verbands unter 1.004 Personen ab 18 Jahren ergeben. "In großen Teilen der Bevölkerung gibt es eine große Bereitschaft, individuelles Mobilitätsverhalten für den Klimaschutz zu verändern ", sagt Richard Goebelt, Bereichsleiter Fahrzeug & Mobilität beim TÜV-Verband. Laut Umfrage verzichten immerhin 13 Prozent aller Befragten bewusst auf ein eigenes Auto, um ihre Mobilität nachhaltig und klimafreundlich zu gestalten. Große Unterschiede gibt es hier zwischen Stadt und Land: In Großstädten mit mehr als 100.000 Einwohnern verzichten 21 Prozent auf einen privaten Pkw, aber nur 8 Prozent in kleineren Städten und Gemeinden. Ähnliches ist auch bei anderen Verkehrsmitteln der Fall. In Großstädten fahren 54 Prozent der Befragten wenn möglich mit dem Fahrrad im Vergleich zu 44 Prozent in Kleinstädten. 38 Prozent der Großstädter:innen nutzen für längere Strecken die Bahn, um klimafreundlich unterwegs zu sein (Kleinstädte/Land: 21 Prozent) und 18 Prozent setzen auf einen flexiblen Mix öffentlichem Nahverkehr, Fahrrad und Sharing-Diensten (Kleinstädte/Land: 8 Prozent). "Eine Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs verringert Lärm, Abgase, Unfälle und Staus. Viele Stadtbewohner werden aber erst dann auf ihren privaten Pkw verzichten, wenn alternative Mobilitätsangebote ähnlich flexibel, komfortabel und sicher sind", sagt Goebelt. Der Schlüssel dafür liege aus Sicht der Bundesbürger:innen in einem attraktiveren öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) und einer modernen Verkehrsinfrastruktur.

Laut den Ergebnissen der Umfrage halten 92 Prozent einen deutlichen Ausbau der ÖPNV-Netze für wichtig oder sehr wichtig, damit mehr Menschen auf einen eigenen Pkw verzichten, und 90 Prozent eine höhere Taktung von Bussen und Bahnen. 87 Prozent sind der Meinung, dass deutlich vergünstigte Ticketpreise auf maximal die Hälfte der aktuellen Preise im ÖPNV einen wichtigen Beitrag leisten könnten. Darüber hinaus ist eine Modernisierung der städtischen Verkehrsinfrastruktur notwendig. Vier von fünf Befragten (79 Prozent) halten den deutlichen Ausbau des Radverkehrsnetzes für einen wichtigen Faktor, damit mehr Menschen bereit wären, auf ihren Pkw zu verzichten. Eine gezielte Umwidmung von Straßen zu autofreien Zonen, in denen Fußgänger und Radfahrer Vorrang haben, halten 55 Prozent für eine wesentliche Maßnahme. 52 Prozent wünschen sich eine höhere Verfügbarkeit von Carsharing-Fahrzeugen, auch über die Innenstadt hinaus. "Ein sinnvoller Mix aus öffentlichen Verkehrsmitteln, Fahrrädern, digital gestützten Sharing-Angeboten und einer modernen Infrastruktur kann die urbane Mobilität nachhaltig verändern", sagt Goebelt.

Auf der anderen Seite sprechen sich bislang nur 38 Prozent aller Befragten dafür aus, die Verkehrs- und Parkflächen für Autos zugunsten anderer Verkehrsmittel zu reduzieren. Auffällig ist auch hier der Unterschied zwischen Stadt und Land: 49 Prozent der Bewohner:innen von Großstädten ist für eine Verringerung der Verkehrsflächen zugunsten alternativer Verkehrsmittel, aber nur 33 Prozent der Bewohner kleinerer Städte.

Das Thema "Zukunft der urbanen Mobilität" steht im Mittelpunkt eines TÜV Meetups, das live im Internet übertragen wird. Es diskutieren Hartmut Abeln, Vorsitzender der VdTÜV-Kommission Verkehrswesen und CEO TÜV NORD Mobilität GmbH, Stefan Gelbhaar (MdB), Obmann im Bundestagsausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur und Sprecher für Verkehrspolitik und Radverkehr bei Bündnis 90/Die Grünen, und Marion Jungbluth, Leiterin Team Mobilität und Reisen im Geschäftsbereich Verbraucherpolitik, Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. Es moderiert Karoline Karohs von der Ifok GmbH.

Das digitale TÜV MeetUp "Zukunft der urbanen Mobilität" findet statt am 18. Juni 2021 von 9:00 bis 10:00 Uhr. Anmeldungen für den Live-Stream sind auch kurzfristig möglich unter: https://meet-vdtuev.streavent.de/register

Weitere Informationen unter: www.tuev-verband.de/mobilitaet

Methodik-Hinweis: Grundlage der Angaben ist eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts Forsa im Auftrag des TÜV-Verbands unter 1.004 Personen ab 18 Jahren. Die Umfrage wurde vom 3.-9. Juni 2021 durchgeführt. Die Fragen lauteten: "Haben Sie Ihr eigenes Mobilitätsverhalten in den vergangenen Jahren zugunsten von klimafreundlicher Fortbewegung verändert?" "Was tun Sie im Alltag, um Ihre persönliche Mobilität möglichst nachhaltig und klimafreundlich zu gestalten?" Und: "Insbesondere in den Städten könnte der Verzicht auf einen privaten Pkw den Straßenverkehr entlasten und für weniger Abgase, Lärm, Staus und Unfälle sorgen. Wie wichtig sind aus Ihrer Sicht die folgenden Maßnahmen im Bereich der Mobilität, damit mehr Menschen auf einen eigenen Pkw verzichten?"

Über den TÜV-Verband: Der Verband der TÜV e. V. (VdTÜV) vertritt die politischen und fachlichen Interessen seiner Mitglieder gegenüber Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Der Verband setzt sich für technische und digitale Sicherheit bei Produkten, Anlagen und Dienstleistungen durch unabhängige Prüfungen und qualifizierte Weiterbildung ein. Mit seinen Mitgliedern verfolgt der TÜV-Verband das Ziel, das hohe Niveau der technischen Sicherheit in unserer Gesellschaft zu wahren und Vertrauen für die digitale Welt zu schaffen.

Pressekontakt:

Maurice Shahd
Pressesprecher
Verband der TÜV e.V. (VdTÜV)
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