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Lange Wartezeiten: Tote vor Kliniken - „Schwere Schäden“ bei Patienten durch fehlende Behandlung

Corona in Großbritannien: Covid-19-Patienten warten stundenlang im Rettungswagen auf ein Bett in der Klinik.

Stundenlang müssen Patienten aktuell vielerorts in England auf eine Behandlung in einer Klinik warten. Zwei Patienten sind nun vor dem Krankenhaus gestorben.

London - Es ist ein absolutes Horror-Szenario vieler Patienten, was sich aktuell in Großbritannien abspielt. Wegen zu langer Wartezeiten vor Kliniken in England sind jetzt mindestens zwei Pateinten gestorben. Die Situation spitzt sich in dem Land weiter zu, das Risiko für Menschen, die in eine Klinik müssten, sei enorm. Parallel explodieren die Zahlen in Großbritannien nahezu.

Corona in England: Tote und Chaos vor Kliniken - Lange Wartezeiten bringen Notaufnahmen kurz vor Kollaps

Interne Dokumente, aus denen die Nachrichtenagentur PA am Donnerstag zitierte, zeichnen ein katastrophales Bild der aktuellen Lage in England. In einem Brief fordert die Spitze des Gesundheitsdiensts NHS demnach, die Schlangen von Rettungswagen vor Notaufnahmen zu beenden und Ambulanzen nicht mehr als zusätzliche Warteräume zu benutzen. Wie aus den internen Dokumenten weiter ersichtlich wird, sei das Risiko für Patienten aktuell enorm. Das habe der medizinische Direktor des NHS, Stephen Powis, und die Chefin des NHS-Notdiensts, Pauline Philip, in dem Schreiben ausdrücklich betont.

So sei die eigentliche Vorgabe, einen Patienten vom Rettungswagen innerhalb von 15 Minuten in die Notaufnahme zu bringen. Doch wie Martin Flaherty vom Verband der Rettungsdienstleister betont, sei dies aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie nicht möglich. So würden unter anderem Abstandsregeln den Alltag verlangsamen, Personal der Ambulanzen stehe auch nach dem Kontakt mit Infizierten unter Druck. In diesem Fall müsse sich der Betroffene umgehend isolieren. So habe sich seit April die Zahl der Wartezeit eines Rettungswagens vor einer Klinik fast verzehnfacht. Im September behandelten Notaufnahmen insgesamt 1,39 Millionen Menschen - so viele wie noch nie in einem Monat.

Corona in England: In einigen Fällen „schwere Schäden“ durch verspätete Behandlungen

Ein besonders heftiger Fall hatte sich in der Stadt Worcester ereignet, eine Untersuchung soll nun die genauen Hintergründe klären. Rund fünf Stunden musste ein Patient in einem Krankenwagen vor der Klinik waren, er war noch vor den Türen des Hospitals verstorben. Ein ähnlicher Fall hatte sich in Cambridge ereignet. Wie aus dem zitierten Dokument weiter ersichtlich wird, habe ein Patient mehr als 13 Stunden von einer Krankenwagenbesatzung versorgt werden müssen, in einigen anderen Fällen habe es „schwere Schäden“ durch verspätete Behandlungen gegeben.

Und auch in Deutschland steigen die Corona-Zahlen weiter an, am Donnerstag wurden durch das RKI erstmals mehr als 28.000 Neuinfizierte gemeldet.