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Laschet stellt bei Rede mit Merkel für einige die falsche Frage und geht daraufhin „23“ Zuschauer an

Diese Tage gilt für alle Parteien: Endspurt. Bundeskanzlerin Merkel unterstützt Laschet am Samstag beim finalen Wahlkampftermin in Aachen. News-Ticker.

Update vom 25. September, 14.15 Uhr: Am Samstagmittag war für Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) noch einmal ein großer Auftritt: Gemeinsam mit Kanzlerin Merkel stellte er sich vor Aachener-Anhänger (siehe Updates vom 25. September, 12.50 und 12.25 Uhr). Wie sollte es auch anders sein: Er gab sich optimistisch, die Bundestagswahl zu gewinnen. Doch was passiert, wenn das nicht gelingt? Muss er dann zurücktreten? Mögliche Szenarien zu Laschets Zukunft lesen Sie bei Merkur.de.

Laschet-Rede kurz vor der Bundestagswahl neben Merkel: „Das waren 23 Leute, die das glauben“

Update vom 25. September, 12.50 Uhr: Armin Laschet, der CDU-Chef, nutzt noch einmal seine Chance, Wahlkampf für sich zu machen. Nach der Kanzlerin (siehe Update vom 25. September, 12.25 Uhr), tritt er ans Pult. Er erinnert an die letzte Landtagswahl in NRW, als er gewann. Am Tag vorher war ebenfalls Merkel in Aachen*, die Umfragen schwankten, Ausgang offen. Am Ende gewann die CDU. „Ich bin sicher, weil sie heute wieder da ist, wird es morgen gelingen, die CDU wird stärkste politische Kraft“, ruft Laschet den Anwesenden entgegen.

Er würdigt die Leistungen von Merkel, etwa ihr „Handeln, statt große Reden schwingen“. Merkel bleibt neben ihm auf der Bühne stehen, klatscht und grinst immer mal wieder, hört sonst zu oder hält sich manchmal am Pult fest. Laschet fragt in die Runde, wer am besten ihre Zeit fortführen könne. „Glaubt irgendjemand, Rot-Rot-Grün kann das?“ Aufschreie und Zwischenschreie auf dem Platz. „Das waren 23 Leute, die das glauben, der Rest glaubt das nicht, dass Rot-Rot-Grün das kann“, schätzt Laschet. „Ich will nicht, dass die Linken in der nächsten Bundesregierung sitzen“, schiebt er hinterher.

Vereinzelt lässt sich Laschet kurzzeitig von Buhrufen aus dem Hintergrund irritieren. Doch den Großteil der Rede meistert er souverän, zeigt Kampfwillen. Viel Applaus erhält er etwa, als er vom Bundestag berichtet, „was für ein Ton dort Einzug gehalten hat“ und blickt damit auf die AfD. Merkel stimmt ihm deutlich zu und nickt. Etwas später noch ein Lacher-Moment: „Also da hinten hält einer ein SPD-Plakat hoch und ruft ‚lächerlich‘“, kommentiert Laschet. Für Zuschauer am Fernsehen bleibt unklar, wie die Situation vor Ort aussieht. Laschet kritisiert im Anschluss die SPD, die in NRW „über 50 Jahre lang die Kohlepartei schlecht hin“ gewesen sei und jetzt für die Umweltbewegung vorn mitkämpfe. „Das ist nicht seriös“, findet Laschet. Nach einem inhaltlichen Schwenk etwa zu Gastarbeitern und innerer Sicherheit endet Laschet und wirbt bei seinem Heimspiel in Aachen noch einmal für Stimmen für die CDU.

Merkel im Wahlkampf zur Bundestagswahl: Gegenwind - „Nicht die CDU!“

Update vom 25. September, 12.25 Uhr: Angela Merkel steht in Aachen auf der Bühne und unterstützt einen Tag vor der Bundestagswahl noch einmal Armin Laschet. „Irgendetwas muss ich falsch gemacht haben, also herzlichen Glückwunsch nach Aachen“, sagt sie mit Blick auf das Wetter. Denn erst kürzlich war Laschet in ihrem Wahlkreis in Stralsund, doch da habe Laschet nur wenig sehen können, weil es damals regnete.

Sie lobt Laschet und betont, er habe immer wieder in Reden und bei Auftritten über das Einigkeitswerk der Europäischen Union gesprochen und sich für Frieden und die Zukunft Europas eingesetzt. Es sei nicht egal, unterstreicht Merkel, wer das Land regiert. „Ich möchte Ihnen aus meiner Erfahrung sagen, dass es im politischen Leben eines Bundeskanzlers und einer Bundeskanzlerin immer wieder Punkte gibt, da ist es alles andere als egal, wer regiert, sondern da muss man die Entscheidung richtig treffen.“ Für eine zukünftige Regierung sei man sich doch einig: Sie müsse für Wohlstand, Sicherheit und Frieden sorgen. Direkt darauf sind Rufe aus dem Hintergrund von Protestierenden zu hören: „Nicht die CDU!“

Merkel greift überraschend deutlich in den Wahlkampf ein: Letzter Auftritt mit Laschet

In der Geschichte der BRD sei sicherlich nicht immer alles richtig gelaufen, blickt Merkel auf die letzten Jahrzehnte und auch auf ihre Jahre zurück. Sie spricht anschließend über Corona, den Klimaschutz, Arbeitsplätze und innere Sicherheit, wobei wenig inhaltlich Neues deutlich wird. Zum Schluss wirbt sie noch einmal für Laschet, der bekannt dafür sei, Brücken bauen zu können. „Armin Laschet kommt nicht von irgendwo her, sondern er kommt hier aus Aachen. Er hat Politik von der Pike auf gelernt“, sagt Merkel. Und sein Land, das er bisher als Ministerpräsident regiert, sei vielfältig. „Ich glaube, das Einzige, was euch fehlt, ist Meer, aber dann gehst du nach Stralsund.“ Und dann fällt ihr noch eine Kleinigkeit auf: „Und ein paar Bergen, aber da gehst du nach Bayern.“

Update vom 25. September, 11.35 Uhr: Über 4000 Straftaten stehen in Zusammenhang mit dem aktuellen Wahlkampf. Das geht einem Bericht zufolge aus einer Umfrage unter den Bundesländern hervor. Betroffen ist nicht nur die Bundestagswahl, sondern auch Landtagswahlen wie in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern, die am Sonntag parallel stattfinden. Es handele sich dem Bericht zufolge vor allem um Sachbeschädigungen, insbesondere an Wahlplakaten. Es seien aber auch Gewaltdelikte, Propagandadelikte und Beleidigungen verzeichnet worden. Gesundheitsminister Jens Spahn warnt.

Bundestagswahl 2021: Hohe Anzahl an Briefwählern zeichnet sich ab

Update vom 25. September, 11.10 Uhr: Immer ein wichtiger Punkt bei Wahlen: Wie hoch ist die Wahlbeteiligung? Es zeichnet sich eine große Zahl an Briefwählern in dem Jahr bei der Bundestagswahl ab. Auch Andrea Römmele, Politikwissenschaftlerin an der Hertie School of Governance, geht von einer hohen Wahlbeteiligung am Sonntag aus. Man wisse aus der Forschung, dass Wähler noch einmal zusätzlich mobilisiert werden, „wenn es ein enges Rennen ist“, sagte sie im Gespräch mit ntv. Zudem würden die Parteien sich schon auf Sondierungsgespräche und Koalitionsverhandlungen vorbereiten: „Man überlegt parteiintern, wo denn die roten Linien sind, also Themen, die man auf gar keinen Fall aufgeben kann.“ Die ersten Vorbereitungen hinter verschlossenen Türen würden bereits laufen.

Bundestagswahl 2021: Wahlkampf-Endspurt auch für Laschet, Scholz und Baerbock

Update vom 25. September, 10.30 Uhr: Einen Tag vor der Bundestagswahl noch einmal alles geben: Das werden sich die Parteien an diesem Samstag denken. Der gesamte Tag ist voll mit Wahlkampfauftritten. Die Kanzlerkandidaten Armin Laschet (CDU) und Olaf Scholz (SPD) bleiben dabei in ihrer jeweiligen Heimat. Der CDU-Chef tritt mit Kanzlerin Merkel auf (siehe Erstmeldung), Scholz tingelt ab 12.30 Uhr in Potsdam umher. Für Annalena Baerbock endete ihre Wahlkampftour schon am Freitag. Auf ihrer Webseite war für den 24. September der letzte Termin ausgeschrieben. Ob sie heute noch einmal plötzlich auftaucht, wie etwa gestern beim Klimastreik, wird sich zeigen.

Merkels Kanzlerschaft endet bald: Werden die Deutschen sie vermissen?

Kanzlerin Merkel unterstützt Armin Laschet (CDU) auf der Zielgeraden.

Update vom 25. September, 9.25 Uhr: Kanzlerin Angela Merkel stürzt sich für ihre Partei heute noch einmal ins Getümmel. Sie tritt 12 Uhr gemeinsam mit Union-Kanzlerkandidat Armin Laschet in Aachen auf (siehe Erstmeldung). Bald ist ihre Kanzlerschaft vorbei, nach der Wahl gehen die Koalitionsdiskussionen weiter: Am Ende steht die Wahl eines neuen Kanzlers oder einer Kanzlerin im Bundestag. Wann das passiert, ist noch offen. Auch was Merkel im Anschluss tun wird, ist noch weitgehend offen. Vielleicht weiß sie es selbst noch nicht. Eine Umfrage gibt nun aber Aufschluss darüber, ob die Deutschen Merkel vermissen werden*.

Video: 16 Jahre Merkel - Rückblick auf eine Ära

Endspurt im CDU-Wahlkampf: Merkel bietet noch einmal Unterstützung an - bei Laschet in Aachen

Erstmeldung vom 25. September: Aachen - Es ist das Finale des CDU-Wahlkampfes: Einen Tag vor der Bundestagswahl am Sonntag nehmen Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) an einer Kundgebung in Laschets Heimatstadt Aachen teil. Die finale Wahlkampfveranstaltung findet um 12 Uhr im Aachener Stadtteil Burtscheid statt, in welcher Armin Laschet, der aktuell noch nordrhein-westfälischer Ministerpräsident ist, wohnt.

Am Dienstagabend traten die Kanzlerin und der Kanzlerkandidat bereits in Merkels Wahlkreis Stralsund auf. Der offizielle Wahlkampfabschluss von CDU und CSU war bereits für Freitagabend (24. September) in München mit Merkel, Laschet und dem CSU-Vorsitzenden Markus Söder geplant. Zwei Auftritte in zwei Tagen sind etwas überraschend, nachdem Merkel sich ursprünglich aus dem Kampf um ihre Nachfolge heraushalten wollte.

Endspurt im CDU-Wahlkampf vor Bundestagswahl: Laschet und Merkel in Aachen

Auch für andere Parteien kommt der lange Wahlkampf nun zu einem Ende: Am Samstag beendet auch die FDP mit ihrem Bundesparteichef Christian Lindner ihren Wahlkampf in Form einer Kundgebung in Köln und Düsseldorf. Die Grünen um Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock haben keine größeren offiziellen Wahlkampftermine mehr.

Baerbock war allerdings am Freitag noch überraschend zum Gespräch mit Teilnehmern der Fridays for Future-Demonstration in Köln erschienen. SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz ist hauptsächlich in seinem Wahlkreis in Potsdam unterwegs gewesen. Alice Weidel ist als Spitzenkandidatin der AfD unter anderem bei einer Kundgebung in Karlsruhe.

Es bleibt spannend: Aktuelle Umfragewerte der Parteien vor der Bundestagswahl am Sonntag

Den zahlreichen aktuellen Umfragewerten* zufolge bleibt das Rennen um die Kanzlerschaft spannend. Laut der Umfrage von Allensbach würde die SPD aktuell 26 Prozent der Stimmen erhalten, CDU/CSU 25 Prozent und die Grünen 16 Prozent. Dahinter folgen die FDP mit 10,5 Prozent, die AfD mit 10 Prozent und die Linke mit 5 Prozent. Im Vergleich zur letzten Bundestagswahl im Jahr 2017 könnte die SPD also einige Stimmen dazugewinnen (2017: 20,5 Prozent), während CDU/CSU an Unterstützung verlieren könnte (2017: 32,9 Prozent). Fast das Doppelte an Stimmen werden voraussichtlich die Grünen zulegen (2017: 8,9 Prozent).

Laut der Forschungsgruppe Wahlen wünschen sich 47 Prozent Olaf Scholz* (SPD) als Bundeskanzler, 20 Prozent Armin Laschet* (CDU) und etwa 16 Prozent Annalena Baerbock* (Grüne) als neue Bundeskanzlerin. Bis zum kommenden Wahlsonntag bleibt es spannend. Erste Prognosen und Hochrechnungen wird es ab 18 Uhr geben. (dpa/at) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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Sulscher über 3:2 gegen Atalanta Bergamo: Manchester United hat Tradition, Spiele umzudrehen. Trainer Ole-Gunnar Sulscher hat die Partie gegen Atalanta Bergamo in der Champions League für sich entschieden
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Maguire über das Siegtor von Ronaldo Atalante: Das sieht man jeden Tag im Training. Wir haben in der ersten Halbzeit zwei abscheuliche Tore kassiert. Erst haben sie uns erwischt und dann die Standardsituation genutzt. Wir haben in der ersten Halbzeit viele Punkte gemacht und in der Pause gemerkt, dass das nächste Tor entscheidend sein wird
Thomas Tuchel: Lukaku hat sich das Sprunggelenk ausgerenkt, Werner hat sich eine Oberschenkelverletzung zugezogen
Ronaldo traf im Spiel gegen Atalanta zweimal aus dem Strafraum: Manchester United-Stürmer Cristiano Ronaldo schoss in der Champions League zwei Freistöße, der Portugiese schoss in der 56. Minute am Tor vorbei
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