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Laut Militär ein „Test“ - Mysteriöse Explosion bei iranischer Atom-Anlage

Was explodierte hier wirklich?

In der Nähe der iranischen Atom-Anlage Natans ist es am Samstagabend zu einer heftigen Detonation gekommen. Anwohner berichteten laut der Nachrichtenagentur Irna von einem lauten Knall und einem Aufleuchten am Himmel.

Durch die Welle der Explosion sollen sogar Türen umliegender Häuser beschädigt worden sein.

In ersten Berichten hatte es geheißen, dass ein unbekanntes Flugobjekt abgeschossen worden sei. Dabei hatte es Spekulationen über eine Drohne gegeben.

Wenig später erklärte das iranische Militär, dass es einen Test des eigenen Raketensystems gegeben habe. Doch der war offenbar unangekündigt!

Im Staatsfernsehen sagte der zuständige Militärkommandeur: „Vor einer Stunde wurde unser Raketensystem in der Region getestet, um unsere Gefechtsbereitschaft zu überprüfen. Es gibt keinen Grund zur Sorge.“

In Natans wird Uran angereichert, die Kapazität der Anlage war unlängst nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) erhöht worden.

Im April beschuldigte der Iran Israel, die Anlage sabotiert zu haben – und schwor Rache für den mutmaßlichen Angriff.

Auch israelische Medien berichteten damals unter Berufung auf Geheimdienstquellen von einer erfolgreichen Sabotage-Aktion. Die Anreicherungsarbeiten in Natans seien dadurch um Monate zurückgeworfen worden. Offiziell äußerte sich Israel bislang aber nicht.

Im April dieses Jahres produzierte Iran bereits auf 60 Prozent angereichertes Uran und steht laut einer Warnung Israels kurz davor, Uran auf 90 Prozent anzureichern – der Schritt hin zu einem funktionsfähigen Atomsprengkopf wäre dann nur noch sehr klein.

In der vergangenen Woche warnte auch General Kenneth McKenzie (64), Kommandeur des US-Zentralkommandos, dass das iranische Regime „dieses Mal sehr nah“ an der Bombe sei.

Das verstößt massiv gegen das internationale Atomabkommen, nach dem dem Iran nur eine Uran-Anreicherung von 3,67 ausschließlich zu zivilen Zwecken erlaubt ist.

Das Abkommen aus dem Jahr 2015 soll das Mullah-Regime eigentlich am Bau von Atomwaffen hindern. 2018 stiegen die USA unter Präsident Donald Trump (75) aus dem Abkommen aus und verhängten erneut massive Sanktionen gegen den Iran.

Grund: Durch den Geldfluss infolge des Pakts konnten die Mullahs ihre hochaggressive Politik in der Region weiter ausbauen.

Der amtierende US-Präsident Joe Biden (78) hat grundsätzlich Bereitschaft für eine Neuauflage der Vereinbarung mit dem Iran signalisiert. In Wien laufen derzeit Verhandlungen über eine Wiederbelebung des Abkommens.

Verhandler aus Europa und den USA sind sich aber einig: Derzeit laufen die Gespräche nicht aussichtsreich.