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Lübcke-Sohn und Betroffene von Hanauer Anschlag mahnen

Sie alle verloren Familienmitglieder durch rechtsextremen Terror: Ein Sohn des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke und Angehörige von Opfern des Hanauer Anschlags haben auf dem digitalen Adventsempfang der Evangelischen Kirche von Kurhessen Waldeck gemeinsam gemahnt, Konsequenzen aus den Taten zu ziehen. Sie saßen am Freitag gemeinsam in dem Jugendzentrum, in dem viele der neun Opfer des Hanauer Anschlags häufig waren.

Kassel - „Was hier passiert ist, darf sich nicht wiederholen“, sagte Armin Kurtović, der Vater des am 19. Februar 2020 ermordeten Hamza Kurtović. Er beklagte eine mangelnde Aufarbeitung und forderte: „Aus den Fehlern müssen Konsequenzen gezogen werden, das bleibt Bringschuld des Staates.“

„Wir dürfen die Augen vor Extremismus und Hass jeglicher Art nicht verschließen“, sagte Christoph Lübcke, dessen Vater im Juni 2019 von einem mittlerweile zu lebenslanger Haft verurteilten Rechtsextremisten erschossen worden war. Es gelte, gesamtgesellschaftlich Flagge zu zeigen und sich klar zu positionieren. „Unser Vater kann in uns weiterleben, wenn wir weitertragen, wofür er gestorben ist.“

„Rassistische Gewalt und Hass stören unser Zusammenleben, sie stören Frieden und Harmonie“, sagte Bischöfin Beate Hofmann während der Veranstaltung, die unter dem Motto „Hingehen. Hinsehen. Hinhören“ stand. „Und genau darum gehört der Blick auf solche Erfahrungen in die Adventszeit.“ dpa