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Mainzer Corona-Impfstoffhersteller BioNTech expandiert – 500 neue Stellen ausgeschrieben

Führender Impfstoffentwickler: BioNTech-Vorstandsvorsitzende Ugur Sahin Bild: dpa

Bislang beschäftigt das Mainzer Biotechnologie-Unternehmen 1300 Mitarbeiter. Spezialisiert ist es auf neue Therapiemöglichkeiten gegen Krebs. Auch gegen Malaria will es einen Impfstoff entwickeln.

Der Mainzer Corona-Impfstoff-Hersteller BioNTech expandiert. Für die kommenden Monate sei ein umfangreicher Stellenaufbau geplant, erklärte das Unternehmen laut einem Bericht der Welt am Sonntag. 500 neue Stellen quer durch alle Abteilungen seien derzeit ausgeschrieben.

Vor der Corona-Pandemie beschäftigte BioNTech gut 1300 Mitarbeiter. Das Unternehmen arbeitete in erster Linie an neuen Therapiemöglichkeiten gegen Krebserkrankungen.

Gemeinsam mit dem US-Konzern Pfizer entwickelte BioNTech dann im vergangenen Jahr den ersten in vielen Ländern zugelassen Impfstoff gegen das Coronavirus. Dafür verwendete das Unternehmen die neuartige mRNA-Technologie, die auch bei der Entwicklung von Krebsimmuntherapien zum Einsatz kommt. In den vergangenen anderthalb Jahren stieg die Zahl der BioNTech-Mitarbeiter bereits auf rund 2000.

Laut dem Bericht der „Welt am Sonntag“ will der Hersteller nun zum ersten Mal in ein eigenes Vertriebsteam von 60 Mitarbeitern investieren, um die Vermarktung zugelassener Produkte selbst voranzubringen. „Wir haben BioNTech von Anfang als vollintegriertes Unternehmen aufgestellt. Mit eigener Forschung und Entwicklung, Produktion und nun auch einem Vertrieb“, sagte Vorstandsmitglied Sierk Poetting der Zeitung.

Expansion auch nach Afrika

Zuletzt hat das Unternehmen angekündigt, einen Impfstoff gegen Malaria entwickeln zu wollen. Zudem will das Unternehmen in Afrika Produktionsstätten für den Impfstoff aufbauen.

BioNTech war 2008 in Mainz von drei Medizinern, darunter dem Ehepaar Ugur Sahin und Özlem Türeci, gegründet worden, anschließend hatten sie die mRNA-Technologie für die Krebsbehandlung erforscht. Finanziert wurde das Unternehmen anfangs unter anderen von den Hexal-Gründern Andreas und Thomas Strüngmann mit zunächst rund 150 Millionen Euro.

Lesen Sie hier einen Hintergrund zu dem Unternehmen und wie viel Fördergeld BioNTech vom Staat erhalten hat.

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