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Mehr Geld und weniger Arbeit für Beschäftigte der BVG

Das BVG-Logo hängt über einem Eingang am Hauptsitz des Unternehmens.

Mehr Geld und weniger Arbeit für Beschäftigte der BVG

Die rund 15.700 Beschäftigten der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) und ihrer Tochter Berlin Transport bekommen mehr Geld. Außerdem soll die Wochenarbeitszeit für zahlreiche Beschäftigte sinken. Darauf verständigten sich der Kommunale Arbeitgeberverband und die Gewerkschaft Verdi nach einer ungewöhnlich geräuschlosen Tarifrunde.

Berlin - Wie beide Seiten am Donnerstag mitteilten, soll die wöchentliche Arbeitszeit bis 2024 stufenweise von 39 auf 37,5 Stunden sinken. Die Entgelte steigen in drei Stufen um bis zu 4,6 Prozent, wobei die unteren Einkommensgruppen zunächst stärker profitieren als die oberen. Außerdem sind Einmalzahlungen und ein höheres Weihnachtsgeld vorgesehen.

Verdi sprach von einem guten Kompromiss angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage der BVG in der Pandemie. Die Arbeitgeber hoben die Planungssicherheit durch lange Laufzeiten hervor. Der Entgelttarifvertrag läuft bis Ende 2023.

Beim Tarifabschluss 2019 konnte die Gewerkschaft in Deutschlands größtem kommunalen Nahverkehrsunternehmen mit Hilfe mehrerer Warnstreiks noch Entgeltsteigerungen von acht Prozent herausholen. Nach Auslaufen des Vertrags 2020 verständigten sich beide Seiten auf Corona-Prämien und verschoben die weiteren Verhandlungen wegen der Pandemie.

Mit der kürzeren Arbeitszeit für viele Beschäftigte kam Verdi bei einem Kernanliegen voran. Etwa die Hälfte der BVG-Beschäftigten arbeitet 36,5 Stunden pro Woche - und darf das auch weiterhin. Die übrigen, seit 2005 eingestellten Kollegen mussten bislang 39 Stunden arbeiten. Sie können nun entscheiden, ob sie bis auf 37,5 Stunden verkürzen oder weiter länger arbeiten und entsprechend mehr Geld bekommen. dpa