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Mehr Geld? Weniger Strafen? - Mega-Zoff um Hartz IV

Was kann die Politik gegen Langzeitarbeitslosigkeit tun?

Darüber zofften sich beim Triell am Sonntag vor allem Grünen-Kandidatin Annalena Baerbock (40) und Unions-Kontrahent Armin Laschet (60) – während SPD-Kandidat Olaf Scholz (63) tat, als hätte er mit der Reform-Agenda 2010 unter Rot-Grün nichts zu tun gehabt.

Fakt ist: Die Grünen wollen den Regelsatz um 50 Euro erhöhen und Sanktionen für Hartz-IV-Empfänger abschaffen. Die Stütze solle „in Zukunft automatisch ausgezahlt werden“, sagte Baerbock im TV.

Laschet warf sie vor, der wolle lieber Steuergeschenke an „Superreiche“ verteilen, als „Kinder aus der Armut zu holen“.

Auch die SPD plant höhere Hartz-IV-Regelsätze, will „sinnwidrige und unwürdige Sanktionen“ abschaffen.

Laschet hielt beim Triell knallhart dagegen! „Hartz IV ist kein Beruf. Wir müssen den Menschen raushelfen aus dem Sozialhilfebezug.“

Motto: Jobs, nicht bedingungslose Stütze vom Staat, sind das beste Mittel gegen Armut. Auch Kinderarmut!

Will Hartz-IV-Sanktionen abschaffen:Grünen-Kandidatin Annalena Baerbock (40): „Hilfe soll in Zukunft automatisch ausbezahlt werden“
Will Hartz-IV-Sanktionen abschaffen:Grünen-Kandidatin Annalena Baerbock (40): „Hilfe soll in Zukunft automatisch ausbezahlt werden“Foto: Getty Images

Tatsächlich kann Druck vom Jobcenter helfen, damit Hilfeempfänger ins Arbeitsleben zurück finden, sagt Holger Schäfer (52) vom Kölner Institut der deutschen Wirtschaft: „Sanktionen wirken“, so Schäfer zu BILD: „Wer sanktioniert wird, kehrt häufiger in den Arbeitsmarkt zurück.“

Laschets Schattenminister Friedrich Merz (65, CDU) ist auf Laschet-Linie! Hartz IV sei „keine Berufsbezeichnung, sondern Übergangshilfe in den Arbeitsmarkt, damit die Menschen auf eigenen Beinen stehen können“.

CDU-General Paul Ziemiak (36) kritisiert, die SPD verabschiede sich „vom Prinzip Fördern und Fordern“. Die Union wolle dagegen „die Menschen in gute Arbeit bringen und nicht im Sozialsystem parken“.

SPD-Kandidat Olaf Scholz (63)
SPD-Kandidat Olaf Scholz (63)Foto: Bernd Weißbrod/dpa

Das sieht SPD-Politiker Ralf Stegner (61) ganz anders. Er wirft Unions-Kandidat Laschet vor, der sei „gegen höhere Mindestlöhne und alles, was gute Arbeit schaffen kann“.

SPD-General Lars Klingbeil (43) zu BILD: „Wer nicht schon genug Geld hat, fällt bei der Union einfach durchs Raster.“

Grünen-Sozialexperte Sven Lehmann (41) kritisiert die Hartz-IV-Politik der GroKo als „realitätsfern“, fordert eine „würdevolle Garantiesicherung“.

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