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„Mein Treffen mit Deutschlands mutigstem Politiker“, schreibt Özil zu seinem Foto

2018 trat Mesut Özil aus der deutschen Nationalmannschaft zurück. Auslöser des skandalumwitterten Sommers war ein gemeinsames Foto mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan, von dem sich der Fußballprofi nicht distanzierte. Es folgten Anfeindungen und gegenseitige Schuldzuweisungen mit dem DFB, die schließlich in Özils Bruch mit Deutschland endeten.

Heute lebt und spielt er in der Türkei bei Fenerbahce Istanbul, Erdogan war im Sommer 2019 Trauzeuge bei seiner Hochzeit. Seine Kommunikation über die sozialen Medien wird wahlweise in englischer oder türkischer Sprache veröffentlicht, auf Deutsch schreiben er beziehungsweise seine Agentur nicht mehr. Nun aber gibt es eine Ausnahme. Auf Twitter postete Özil gut drei Jahre nach dem Erdogan-Bild ein Foto mit einem Politiker: Es handelt sich um Jürgen Todenhöfer, der bei der Wahl mit der nach ihm selbst benannten Partei Team Todenhöfer antritt.

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„Mein Treffen mit Deutschlands mutigstem Politiker“, schreibt der gebürtige Gelsenkirchener zu dem Foto: „Als ich vor drei Jahren bei der Fußball-WM eine schwere Zeit durchmachte, stand er hinter mir und nun stehe ich hinter ihm. Am 26. September werde ich Team Todenhöfer wählen. Viel Erfolg.“ Todenhöfer reagierte kurz darauf und schrieb bei Twitter, er und Özil würden auch ein gemeinsames Buch planen: „Es wird eine Überraschung.“

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Der Bestseller-Autor („Inside IS“, „Die große Heuchelei“) gehörte als Christdemokrat von 1972 bis 1990 dem Bundestag an, war aber im vergangenen Jahr aus der CDU ausgetreten. Der Union warf er vor, die Bundeswehr in 13 „teils völkerrechtswidrige“ Auslandseinsätze geschickt zu haben. Außerdem verstehe seine bisherige Partei „nichts mehr von Wirtschaft“. „Ludwig Erhard würde sich im Grab umdrehen, wenn er das staatswirtschaftliche Gerede von Altmaier hören würde“, so Todenhöfer. Er wolle für Steuererleichterungen und Entbürokratisierung stehen. Ein Drittel der deutschen Verwaltung sei verzichtbar.

Parteigründung vor 300 Zuschauern

Seine eigene Partei mit dem Beinamen „Die Gerechtigkeitspartei“ gründete er dann am 12. November 2020, seinem 80. Geburtstag, mit einer Veranstaltung am Brandenburger Tor, der ungefähr 300 Menschen beiwohnten.

Das Wahlprogramm für die Bundestagswahl hat Todenhöfer, zwischen 1987 und 2008 Vorstand im Burda-Konzern, allein verfasst. Es nennt sich „Der Aufstand des Anstands. Mein Plan für Deutschland“. Darin fordert er unter anderem die Beendigung aller Auslandseinsätze der Bundeswehr, Steuersenkungen für die Mittelschicht, die Verlängerung der Elternzeit auf drei Jahre, die Abschaffung der Kirchensteuer und ein Verbot von Massentierhaltung.

Kontroversen gibt und gab es immer wieder wegen Todenhöfers propalästinensischen Engagements im Nahost-Konflikt. 2015 veröffentlichte er auf seiner Facebook-Seite einen Song von Xavier Naidoo, in dem die Textzeile vorkommt: „Muslime tragen den neuen Judenstern.“

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