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Michael-Schumacher-Doku: Luft zum Atmen

Am Anfang ist das Geräusch. Aus einer für den Menschen weitgehend stummen Welt. Zu hören ist ein Gluckern, ein leises Tiefenrauschen. Das erste Bild zeigt einen Jungen unter Wasser beim Delphin-Schlag, dann einen Mann mit Pressluftflasche auf dem Rücken. Er winkt in die Kamera, schwimmt einer Wasserschildkröte hinterher. An seiner Schulter hält sich ein Mädchen fest, ist verbunden über ein zweites Mundstück, so wie der Junge mit einer Frau: Die Familie Schumacher unter Wasser. Die Eltern wie mit einer Nabelschnur verbunden mit den Kindern. Von ihnen kommt die Luft zum Atmen.

Warum beginnt die Dokumentation über Michael Schumacher, den Rekord-Weltmeister der Formel 1, allzeit umgeben von ohrenbetäubendem Gebrüll der Motoren, dem Geschrei der ständig aufgeregten Formel-1-Szene, in der Stille? Weil es keine lauten Antworten gibt auf die Frage aller Fragen? Wie geht es ihm, dem Mann, der vor 30 Jahren die deutsche Motorsportwelt aufweckte, in Ekstase versetzte, die Gesellschaft ins Fahrerlager lockte, eine Bundesregierung mithilfe der Grünen bewog, einen zweiten Grand Prix in Deutschland zu etablieren? Der in aller Welt wie ein König begrüßt wurde.

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