Germany

Mini-Demo: Anti-Stasi-Protest von Ex-AfD-Mitglied Björn Eckhardt

Drei einsame Demonstranten protestierten am Samstagvormittag in Malchin. Und das recht abgelegen im Industriegelände, wo kaum ein Pkw oder Passant vorbeikommt. Doch das ehemalige AfD-Mitglied Björn Eckardt hatte gerade diesen Standort vor einer ehemaligen Kantine ausgesucht und mit den zwei Teilnehmern ein Schild „Keine Stasi in der AfD im Landtag und Bundestag” aufgestellt. Denn hier tagte der AfD-Kreisverband der Mecklenburgischen Seenplatte in Vorbereitung des Landesparteitags am kommenden Wochenende in Kemnitz (Landkreis Vorpommern-Greifswald). Schon vor seinem AfD-Austritt schrieb sich Eckardt in die Landesliste der 2020 gegründeten „Basisdemokratischen Partei“ ein. 

Komning geht auf Stasi-Vorwurf ein

„Es geht uns darum, aufmerksam zu machen, dass Enrico Komning nicht wieder in den Bundestag und auch nicht in den Landtag gewählt wird”, erläuterte Björn Eckardt, der aus der Nähe von Wesenberg kommt. Die Mitglieder der AfD sollten sich bei ihrem Parteitag Gedanken machen, ob sie jemanden aufstellen wollen, der im Wachregiment des MfS „Feliks Dzierzynski” gedient hat, meinte er. Das sei mit den Idealen der AfD nicht vereinbar. So dachte auch das Neubrandenburger AfD-Mitglied Matthias Losch. Er kündigte an, aus diesen und aus anderen Gründen zum Jahresende aus der Partei auszutreten.

„Ich fühle mich davon nicht angesprochen”, sagte Enrico Komning dem Nordkurier auf Nachfrage am Telefon. Er stehe dazu, dass er in dem Wachregiment gedient hat. Er sei aber kein hauptamtlicher Stasi-Mitarbeiter gewesen, der andere bespitzelt hat. „Ich stand nicht einmal unter Waffen”, betonte er. Stattdessen habe er als Baupionier Lagerhallen gebaut. „Ich war ja Bauarbeiter.” Später habe er in einem Heizhaus der Kaserne gearbeitet. „Für mich ist das nur eine Aktion, die mich beschädigen soll”, sagte Komning mit Blick auf die Demo.

Komning als Listenkandidat für die Bundestagswahl

Kreis-AfD-Sprecher Frank Herrmann zeigte sich verwundert, dass 30 Jahre nach der Wende noch jemand gegen die Stasi demonstriere. Co-Sprecher Enrico Schult sagt, dass Björn Eckardt verbittert sei, nachdem er im Unfrieden aus der Partei ausgetreten sei und nicht mehr im Büro von Komning arbeite. Herrmann betonte: „Selbstverständlich werden wir Enrico Komning wieder für den Bundestag aufstellen!”

Auch der Malchiner Landtagskandidat Engelhardt Kelm (AfD) hielt nichts von der Aktion. „Das ist Quatsch. Von uns ist keiner in der Stasi gewesen”, sagte er. Kelm habe selbst einen Verwandten, der bei dem Regiment gedient hatte. Doch auch für den sei das ein normaler Wehrdienst gewesen.

Football news:

Todin erinnert sich an die Euro 2004: Er hätte sich beinahe in die Fugen geschlagen, sich gegen den jungen Cristiano verteidigt und die Aufregung des Brückenbauers verstanden
Gareth Southgate: Wir dürfen keine Fußball-Snobs sein. Englands Trainer Gareth Southgate hat sich für das Spiel seiner Mannschaft gegen Kroatien 2020 ausgesprochen
Leonid Slutsky: Immer noch sicher, dass die Nationalmannschaft von Finnland-der Außenseiter unserer Gruppe. Sie hatten großes Glück gegen Dänemark
Ich bin kein Rassist! Arnautovic entschuldigte sich für Beleidigungen gegen Spieler aus Nordmazedonien
Gary Lineker: Mbappé ist ein Weltstar, er wird Ronaldo ersetzen, aber nicht Messi. Leo macht Dinge, die andere nicht können
Der spanische Fan fährt seit 1979 zu den Spielen der Nationalmannschaft. Er kam mit der berühmten Trommel zur Euro (hätte ihn während des Lockdowns verlieren können)
Ronaldo hat bei der Pressekonferenz die Sponsorencoca Cola weggeräumt. Cristiano ist hart gegen Zucker - wirbt nicht einmal damit Und verbietet dem Sohn, Limonade zu trinken