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Ministerium suspendiert Beamtin: Polizistin schrieb Briefe an Halle-Attentäter

Ministerium suspendiert Beamtin Polizistin schrieb Briefe an Halle-Attentäter

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Stephan B. beim Prozess nach dem Attentat in Halle.

(Foto: imago images/Christian Schroedter)

Vor zwei Jahren verübt der Rechtsterrorist Stephan B. einen Anschlag auf die Synagoge in Halle und erschießt zwei Menschen. Sympathie für den später festgenommenen Attentäter empfindet offenbar eine Polizeikommissarin. Sie schreibt ihm Briefe - und fliegt erst nach Monaten auf.

Weil sie heimlich eine Brieffreundschaft mit dem Rechtsterroristen Stephan B. gepflegt haben soll, hat das Innenministerium in Sachsen-Anhalt eine junge Polizeikommissarin suspendiert. Das berichteten die Mitteldeutsche Zeitung sowie der Recherche-Verbund von Süddeutscher Zeitung (SZ), NDR und WDR. Der Strafgefangene B. hatte vor zwei Jahren einen Anschlag auf die Synagoge in Halle verübt.

Laut dem SZ-Bericht geht es um mehr als zehn Briefe, die die Beamtin aus dem Bereich der Polizeiinspektion Dessau im Laufe mehrerer Monate an B. geschrieben haben soll. Darin soll sie ihr Verständnis für den Anschlag ausgedrückt haben. Erst im Frühsommer dieses Jahres sei ihre Sympathie für den Terroristen im Kollegenkreis aufgefallen, als sie die Tat relativiert haben soll.

Daraufhin hätten die Beamten ihre Kollegin bei Vorgesetzten gemeldet. In der Zelle von Stephan B. seien die Briefe gefunden worden. Für den Briefkontakt soll die Frau einen falschen Namen sowie eine falsche Adresse angegeben haben. Auch soll B. Briefe von mehreren Personen erhalten haben, die nun ebenfalls überprüft würden. Laut Bericht erhielt die SZ keine Antwort auf eine Anfrage zu dem Fall vom Innenministerium.

An Jom Kippur vor zwei Jahren hatte der bewaffnete Rechtsextremist B. in Halle versucht, gewaltsam in die dortige Synagoge einzudringen. Als die Tür standhielt, erschoss er in der Nähe zwei Menschen und verletzte auf der Flucht zwei weitere.

Quelle: ntv.de, mbe/dpa

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