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Mit Borussen-Power zum ersten WM-Sieg in Spanien - Dortmunderin ist MVP

Erstes Spiel der deutschen Handballerinnen bei der WM in Spanien, und sofort holt sich eine Dortmunder Borussin die begehrte MVP-Trophäe als wertvollste Spielerin. So kann es weitergehen.

Ab durch die Mitte: Alina Grijseels tankt sich durch die tschechische Abwehr. © dpa

Auf dem Spielfeld gab´s nach dem souveränen 31:21-Erfolg gegen Tschechien das obligatorische Siegerselfie, auf der 20-minütigen Busfahrt zurück ins Hotel den ein oder anderen fröhlichen Party-Gesang, aber schon in der Unterkunft in Valencia ging der Blick der deutschen Handballerinnen auf die nächste Aufgabe bei dieser Weltmeisterschaft: Am Samstag (16.00 Uhr/Sportdeutschland.tv) könnte die DHB-Auswahl gegen die Slowakei vorzeitig das Hauptrunden-Ticket buchen.

„Wir haben uns alle richtig auf das erste WM-Spiel gefreut und wollten zeigen, dass wir unbedingt gewinnen wollten. Es fühlt sich auf jeden Fall sehr gut an, so langsam kommen wir in den Rhythmus“, urteilte Kapitänin Alina Grijseels, die die große MVP-Auszeichnung als beste Spielerin mit in den Bus schleppte. „Das ist zwar persönlich schön, aber für mich nicht so wichtig. Hier geht es einzig und allein um den Erfolg der Mannschaft“, sagte die 25-jährige Spielmacherin des Deutschen Meisters Borussia Dortmund.

Berger: Es herrscht positiver Druck

Auch ihre BVB-Kollegin Amelie Berger beschwor den Teamgeist: „Es herrschte vor dem ersten WM-Spiel natürlich Druck, aber es war ein positiver Druck. Wir wollten von Beginn an da sein, das hat gut funktioniert, auch dank einer Super-Abwehrleistung“, sagte die wieselflinke Rechtsaußen am Freitag in einem Video-Gespräch und verriet schmunzelnd, dass der Teamgeist auch in den Regenerationsphasen einer kräftezehrenden Weltmeisterschaft funktioniert.

„Nach dem Spiel geht´s im Hotel in die Eistonne, zum Ausradeln, und zwar schön nach Alter gestaffelt“. Da wird Berger wohl eher zum Schluss drankommen, sie ist erst 22 Jahre jung, spielt aber bereits ihre zweite WM und ihr viertes großes Turnier. „Ich bin jetzt nicht mehr für die Bälle zuständig, sondern für unsere Deutschland-Flagge – die ist ein einfacherer Job, aber trotzdem etwas Besonderes. Nein im Ernst: Ich konnte in den vergangenen Jahren viel Erfahrung sammeln. Ich fühle mich sicherer und hoffe, dass ich der Mannschaft das zurückgeben kann.“

Grijseels: Wir haben ein großes Ziel

Bundestrainer Henk Groener verteilte gegen Tschechien nach der klaren Pausen-Führung die Spielanteile, und alle DHB-Damen trugen sich in die Torschützenliste ein. „Alle haben ihre Chance genutzt, das ist auch wichtig für die gute Stimmung. Das gibt uns Rückenwind, wir haben ein großes Ziel vor Augen“, sagte Alina Grijseels, die mit vier Toren eine der besten DHB-Schützinnen war. Der nächste Gegner Slowakei wurde in der WM-Vorbereitung 32:25 geschlagen, ein gutes Omen? Die BVB-Kapitänin verneint: „Das hier ist eine WM, und wir gehen jedes Spiel fokussiert und mit Leidenschaft an“.