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Nach Antisemitismus-Skandal - Deutsche Welle verteidigt Anti-Israel-Sender 

Der deutsche Auslandssender Deutsche Welle (DW) sorgt für Irritation.

Nachdem sich Mitarbeiter der arabischen Auslandsreaktion der DW offen antisemitisch äußerten (die „Süddeutsche Zeitung“ berichtete), werden neue Antisemitismus-Vorwürfe laut. Einem Bericht von „Vice“ zufolge arbeitet die Deutsche Welle schon seit längerer Zeit mit einem jordanischen TV-Sender zusammen, der unverhohlen gegen den Staat Israel hetzt.

▶︎ Konkret handelt es sich um den Sender „Roya TV“. Israelische Staatsbürger, die durch Bombenangriffe der palästinensischen Terror-Organisation Hamas starben, werden dort als „Siedler der israelischen Besatzung“ dargestellt, während Todesopfer in den palästinensischen Autonomiegebieten als Märtyrer bezeichnet werden.

Israel werde auf „Roya TV“ prinzipiell nicht mit Namen genannt, sondern als „israelische Besatzung“ bezeichnet, heißt es im „Vice“-Artikel. In sozialen Medien soll der Sender mehrmals israelfeindliche Karikaturen geteilt haben, etwa von Landkarten, auf denen Israel ausgelöscht wurde.

Doch damit nicht genug.

BILD-Recherchen zeigen, dass „Roya TV“ palästinensische Straftäter, die im September 2021 aus dem israelischen Hochsicherheitsgefängnis Gilboa ausbrachen, als Helden feierte. Darunter befanden sich islamistische Terroristen, die für mehrere Terroranschläge auf Israelis verantwortlich waren. Aber auch Parolen wie „From the River to the See, Palestine will be free“ („Von dem Fluss bis zum Meer, Palästina wird frei sein“), die für die Auslöschung des Staates Israel stehen, finden sich in mehreren Beiträgen von „Roya TV“.

▶︎ Brisant: Die Deutsche Welle, die mit Steuergeld finanziert wird, stellte sich auf Anfrage von „Vice“ hinter „Roya TV“. Man halte den Sender „definitiv nicht für israelfeindlich“, sondern für ein Medium, das „sich klar gegen Radikalisierung“ positioniere.

Der Intendant der Deutschen Welle, Peter Limbourg, zeichnete „Roya TV“-Chef Fares Sayegh sogar mit dem „Freedom of Speech Award“ aus (Preis für Meinungsfreiheit).

▶︎ Charlotte Knobloch, die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, kritisierte die Deutsche Welle. Dass DW-Mitarbeiter und Partner „offenbar ungestört Hass gegen Juden und Israel verbreiten konnten und trotzdem noch mit Preisen geehrt wurden, muss alle Verantwortlichen beschämen“, hieß es auf „Vice“-Anfrage.

Und auch der stellvertretende SPD-Chef und künftige Generalsekretär Kevin Kühnert forderte bei „Vice“: „Die Existenz und Sicherheit Israels sind Teil der deutschen Staatsräson. Und auch wenn ein Medium wie die Deutsche Welle in ihrer Berichterstattung frei sein muss, kann man erwarten, dass dieser zentrale Grundsatz unseres Landes auch von einer Institution, die mit Steuergeldern finanziert wird, geachtet wird.“

Kühnert halte es für „angezeigt, dass die Deutsche Welle hier Konsequenzen zieht und die Kooperation beendet. Auch eine interne Überprüfung vergleichbarer Partnerschaft erscheint angebracht.“

Charlotte Knobloch, die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern
Charlotte Knobloch, die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und OberbayernFoto: Robert Gongoll