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Nagelsmann empört über veröffentlichte Chatverläufe in „Spiegel“-Bericht

Am Ende hatte der FC Bayern in Fürth verdient gewonnen, auch wenn der Rekordmeister beim 3:1 nicht über den Aufsteiger hinweggefegt war. Julian Nagelsmann schlug auf der Pressekonferenz nach dem Bundesligaspiel am Freitagabend jedoch kritische Töne an.

Zwar ärgerte sich der Münchener Trainer auch über das Gegentor den Platzverweis von Benjamin Pavard kurz nach der Halbzeit und ein wenig über seine eigene gelbe Karte wegen einer Auseinandersetzung mit Schiedsrichter Robert Schröder. Doch vor allem die Berichte des „Spiegels“ über Timo Werner und Niklas Süle stimmten Nagelsmann ernst.

„Ich finde es grenzwertig, wenn solche Chat-Verläufe an die Öffentlichkeit gegeben werden. Das hat auch mit Vertrauen zu tun“, echauffierte sich der 34 Jahre alte Trainer. „Ich habe es nicht mit Niki thematisiert, aber ich kenne ihn seit Jahren und weiß, dass er Qualität und Potenzial hat“, betonte Nagelsmann nach dem Spiel.

„Ich will zu Tottenham“

Im Zuge eines enthüllenden Artikels des „Spiegels“ über einen aufgelösten Vertrag von Werner mit dem FC Bayern, der in einem Rechtsstreit zwischen dem damaligen Werner-Berater Karlheinz Förster und Spielerberater Murat Lokurlu endete, veröffentlichte das Medium auch Chatverläufe Süles mit Lokurlu.

SpVgg Greuther Fürth - Bayern München

Quelle: dpa/Daniel Karmann

So schrieb der Innenverteidiger am 12. November 2018 an den Inhaber einer Sportagentur: „Check mal die Angebote aus England ob irgendjemand mich da will. Wenn einer sagt der würde mich nehmen von den großen Clubs sag mir Bescheid“, forderte Süle, der sich ein Engagement bei „Arsenal Liverpool Chelsea aber am liebsten Manu (Manchester United, Anmerkung der Redaktion)“ wünschte.

Tottenham Hotspur in der Champions League unter anderem: „Ich will zu Tottenham so ein geiler Club. London geile Stadt Stadion Fans brutal.“ Zu einem späteren Zeitpunkt bekräftigte der Verteidiger seinen Wechselwunsch in die Premier League nochmals deutlich. „Ich will im Sommer eigentlich nach England nach der EM“, schrieb Süle und weiter: „Keine Lust mehr hier will unbedingt nach England“.

Nagelsmann verteidigt Süle

Hasan Salihamidzic, Sportvorstand der Bayern, betonte vor dem Auswärtsspiel in Fürth am Freitag gegenüber „DAZN“: „Es ist wirklich wichtig, dass wir an diesen Streitereien als FC Bayern gar nicht teilnehmen. Wir haben alle geschlossen entschieden, dass wir uns daran nicht beteiligen.“

Nagelsmann nahm seinen Abwehrspieler, denn er schon aus gemeinsamen Zeiten bei der TSG Hoffenheim kennt, nach Abpfiff in Schutz: „Er ist einer, der im europäischen Top-Regal spielt. Heute gab es wieder Momente, in denen man das gesehen hat. Er weiß aber auch selbst, dass er noch Entwicklungsschritte gehen muss. Er hatte zuletzt keine leichte Zeit bei Bayern, aber ich bin absolut zufrieden mit ihm.“

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