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Naturoasen auf dem Friedhof

Immer mehr insektenfreundliche Pflanzen findet man auf den Gräbern.

Immer mehr Angehörige können den Pflegeaufwand durch räumliche, zeitliche oder gesundheitliche Einschränkungen nicht leisten.

Ein individuelles Einzel- oder Doppelgrab bietet die Möglichkeit, dem Verstorbenen in ganz besonderer Weise zu gedenken, und beispielsweise das Grab mit den Lieblingsblumen zu bepflanzen.

Hierbei kann eine Dauergrabpflege als Lösung dienen oder alternative Grabformen. So kann man bei seinem Besuch auf dem Friedhof dennoch an ein perfekt gepflegtes Grab treten zum Beispiel in gärtnerbetreuten Grabfeldern oder NaturRuh-Arealen.

Bei den gärtnerbetreuten Grabfeldern – auch Memoriam-Gärten – und den NaturRuh-Arealen erledigen die Friedhofsgärtner vor Ort alle anfallenden Arbeiten wie pflanzen, schneiden oder gießen. Die jeweilige Anlage präsentiert sich stets in einem gepflegten Zustand. Die Kosten der Pflege werden über die Dauergrabpflegeverträge abgerechnet.

Mittlerweile gibt es auf vielen Friedhöfen landauf, landab bereits mehrere dieser Anlagen. Im Vorfeld wird für die jeweiligen Flächen ein Gesamtkonzept erstellt, das sich harmonisch in den Friedhof einpasst. Neben größeren und kleineren Gehölzen spielen vor allem Stauden im Gestaltungsplan eine wichtige Rolle. Mit ihrer Vielfalt an Blatt- und Blütenformen sowie -größen können mit den mehrjährigen Pflanzen richtige Landschaften geschaffen werden. Dazu modellieren die Friedhofsgärtner zuerst die vorhandenen Flächen, bevor die Pflanzen verteilt werden. Ein oder mehrere Modelle von Stelen oder Platten wirken zudem formbildend und bieten Platz für die Sterbedaten der hier Bestatteten. Denn eines soll die Anlage nicht sein – eine Fläche für anonyme Bestattungen.

Bei der Auswahl der Stauden achten die Friedhofsgärtner auf den vorhandenen Boden sowie auf die Lichtverhältnisse und pflanzen damit standortgerecht mit Arten und Sorten, die unterschiedliche Blütenfarben, Wuchshöhen und Blütezeiten bieten. Alle Stauden werden in den Regionen herangezogen, in denen sie später auch auf dem Friedhof gepflanzt werden. Damit sind sie an das jeweilige Klima angepasst und wachsen pflegeleicht. Jetzt im Herbst reicht der Blütenreigen von Herbst-Anemonen und Astern über Sonnenhut (Rudbeckia) und Sonnenbraut bis hin zu Fetthenne (Sedum). Einen schönen Kontrast bieten filigrane Gräser mit zarten Rispen und herbstlich-buntem Laub.

Neben einem hohen Zierwert der Stauden stehen immer mehr auch insektenfreundliche Pflanzen im Mittelpunkt. Besonders in den NaturRuh-Arealen, die, wie der Name schon sagt, naturnaher angelegt sind, wird neben den Stauden und Gehölzen besonders auch auf die Fauna Wert gelegt. Oft stehen Nistkästen und Insektenhotels für Vögel und Insekten in der Anlage. Igelhöhlen werden integriert.

Wer eine der Sitzbänke ansteuert, die den Besucher am Rande der Grabfelder zum Verweilen einlädt, kann sich vor Ort von den Aktivitäten überzeugen.

Ihr Friedhofsgärtner vor Ort und die Treuhandstellen für Dauergrabpflege unterstützen Sie gerne bei Ihren Fragen rund um das Thema „gärtnerbetreute Grabfelder und NaturRuh-Areale“ und haben auch für Angehörige mit klassischen Gräbern die optimale Betreuung. Informationen zu den Dienstleistungsangeboten der Friedhofsgärtner finden Sie hier auf www.grabpflege.de.

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