Der Bezirksbürgermeister von Berlin-Neukölln, Martin Hikel, befürwortet eine Corona-Impfpflicht für Beschäftigte in Krankenhäusern, Schulen und Kitas.

Eine generelle Impfpflicht werde nur sehr schwer umzusetzen sein, sagte der SPD-Politiker am Donnerstag im RBB-Inforadio.

Neuköllns Bürgermeister Martin Hikel (35, SPD) (Foto: Ufuk Ucta)
Neuköllns Bürgermeister Martin Hikel (SPD) (Archivfoto: Ufuk Ucta)

Deshalb sei noch mehr Aufklärung nötig. „Auf der anderen Seite müssen wir in einzelnen Berufsgruppen darüber sprechen, ob man nicht den Druck ein Stück weit erhöht“, sagte Hikel. „Natürlich ist es fahrlässig, wenn Menschen, die in Krankenhäusern arbeiten, nicht eine Verpflichtung haben, sich impfen zu lassen.“

Das gelte von der Reinigungskraft bis zum Chefarzt. „Quasi sämtliche Menschen, die in den Krankenhäusern arbeiten, sollten aus meiner Sicht geimpft sein, um den Virus nicht weiterzutragen“, so der Bezirksbürgermeister. „Ähnliches gilt natürlich auch für Menschen, die im pädagogischen Bereich arbeiten, in Schulen, in Kitas, Erzieherinnen, Lehrkräfte“, betonte Hikel.

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In Neukölln ist der Wert, der angibt, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner sich in sieben Tagen mit dem Virus angesteckt haben, mit 154,2 sogar noch deutlich höher.