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Olympia heute live: Deutsches Team schlägt Weltrekord um Längen! ZDF-Expertin „muss gleich weinen“

Der Montag könnte Deutschland einen Medaillenregen bescheren. Um die Vielseitigkeitsreiter spielte sich trotz Goldchance ein Drama ab. Die Olympia-News in unserem Live-Ticker.

+++ AKTUALISIEREN +++

9.33 Uhr: Deutscher Weltrekord vom Bahnrad-Vierer der Frauen! In der Qualifikation der Mannschaftsverfolgung haben Lisa Klein, Mieke Kröger, Lisa Brennauer und Franziska Brauße eine überragende Zeit von 4:07,307 Minuten aufgestellt. Damit konnten sie den alten Rekord von Großbritannien um fast drei Sekunden unterbieten und gelten nun zum engen Favoritenkreis auf die Goldmedaille.

ZDF-Expertin Kristina Vogel feierte im Studio: „Ich bin völlig außer mir, oh mein Gott. Ich muss gleich weinen.“ Dabei ist durchaus denkbar, dass der neue Weltrekord des deutschen Teams nochmal überboten wird. Die neue Bahn in Izu gilt als sehr schnell - in der Quali scheiterten jedoch selbst die starken Britinnen an der Marke.

8.30 Uhr: Christian Reitz konnte am letzten Tag der olympischen Schützenwettkämpfe in Tokio die Medaillenhoffnungen nicht erfüllen. Im Finale in seiner Paradedisziplin mit der Schnellfeuerpistole musste sich der favorisierte Olympiasieger von 2016 mit 18 Treffern und dem fünften Rang begnügen. In der Qualifikation sorgte Reitz mit insgesamt 587 Ringen noch für die Bestleistung und zog souverän ins Finale der besten Sechs ein.

Gold ging an den Franzosen Jean Quiquampoix (34 Treffer) mit einem olympischen Rekord. Silber und Bronze gingen an Leuris Pupo aus Kuba (29) und den Chinesen Li Yuehong (26). Der zweite deutsche Starter Oliver Geis (Kriftel) war bereits in der Qualifikation ausgeschieden. Nach dem herausragenden Abschneiden vor fünf Jahren in Rio de Janeiro mit drei Gold- und einer Silbermedaille bleiben die deutschen Sportschützen in Tokio ohne Edelmetall.

6 Uhr: Christian Reitz schießt mit seiner Paradewaffe Schnellfeuerpistole am letzten Tag der olympischen Schützenwettkämpfe in Tokio um eine Medaille. Der Olympiasieger von Rio sorgte am Montag mit insgesamt 587 Ringen für die Bestleistung in der Qualifikation und zog souverän ins Finale der besten Sechs ein. Der zweite deutsche Starter Oliver Geis (Kriftel) schied mit 577 Ringen auf dem 13. Platz aus. Der Finalwettkampf beginnt um 7.30 Uhr.

Reitz (Regensburg) trägt die letzten Hoffnungen der deutschen Sportschützen, die in der Asaka Shooting Range bislang ohne Edelmetall geblieben sind. Der Deutsche Schützenbund (DSB) hatte letztmals in London 2012 Olympische Spiele ohne Medaille beendet. An das herausragende Abschneiden vor fünf Jahren in Rio de Janeiro (3xGold, 1xSilber) reichten die deutschen Pistolen-, Gewehr- und Flintenschützen in Japan nicht heran.

Olympia-News vom Montag: Puerto Rico mit zweiter Leichtathletik-Goldmedaille in der Geschichte

5.05 Uhr: Hürdensprinterin Jasmine Camacho-Quinn hat die zweite olympische Goldmedaille in der Geschichte Puerto Ricos und die erste für die Karibikinsel in der Leichtathletik gewonnen. Fünf Jahre nach dem Olympiasieg von Tennisspielerin Monica Puig in Rio setzte sich die 24-Jährige im Finale von Tokio über 100 m Hürden in 12,37 Sekunden vor Weltrekordlerin Kendra Harrison aus den USA (12,52) durch. Bronze ging an Megan Tapper (Jamaika/12,56).

Camacho-Quinn, die nie zuvor eine Medaille bei einer großen Meisterschaft gewonnen hatte, war im Halbfinale in 12,26 Sekunden zu einem olympischen Rekord gelaufen und hatte Harrisons Weltbestmarke nur um sechs Hundertstel verfehlt.

4.50 Uhr: Keine 24 Stunden nach dem olympischen Hochsprung ist auch das Weitsprung-Finale dramatisch geendet. Im letzten Versuch flog der griechische Europameister Miltiadis Tentoglou, bis dahin Vierter, auf 8,41 m und egalisierte damit die Weite des seit dem dritten Durchgang führenden Kubaners Juan Miguel Echevarria.

Weil Tentoglou aber mit 8,15 den um sechs Zentimeter besseren zweitbesten Versuch gegenüber Echevarria vorzuweisen hatte, lag der Grieche an der Spitze. Mit dem letzten Sprung der Konkurrenz wollte Echevarria noch einmal kontern, war aber angeschlagen und musste den Versuch abbrechen. Bronze ging an Echevarrias Landsmann Maykel Masso (8,21), der deutsche Meister Fabian Heinle (Stuttgart) kam in seinem ersten olympischen Finale nicht über den zwölften und letzten Platz (7,62) hinaus.

Am Abend zuvor hatten im Hochsprung-Finale Mutaz Essa Barshim aus Katar und der Italiener Gianmarco Tamberi 2,37 m übersprungen und waren danach an 2,39 m gescheitert. Weil beide die gleiche Anzahl an Fehlversuchen hatten, lagen sie gleichauf an der Spitze. Nach kurzer Absprache verzichteten sie auf ein Stechen, für beide gab es damit Gold.

Olympia-News vom Montag: Hockey-Damen scheitern im Viertelfinale

Update vom 2. August, 4.10 Uhr: Die deutschen Hockey-Frauen fliegen ohne Medaille von den Olympischen Spielen in Tokio nach Hause. Das Team von Trainer Xavier Reckinger verlor im Viertelfinale mit 0:3 (0:2) gegen Argentinien und verpasste wie zuletzt 2012 in London die Runde der letzten Vier. Die Männer stehen dagegen nach ihrem 3:1 am Sonntag ebenfalls gegen die Südamerikaner im Halbfinale gegen den Weltranglistenersten Australien.

Agustina Albertarrio (27.) und Maria Victoria Granatto (29.) mit einem Doppelschlag kurz vor der Halbzeitpause sowie Valentina Raposo Ruiz de los Llanos (52.) mit dem dritten Treffer besiegelten das Aus. Für die Auswahl des Deutschen Hockey-Bundes (DHB) war es bei Sommerspielen die vierte Niederlage in Folge gegen die „Löwinnen“.

Erstmeldung: München/Tokio - Endlich wieder Gold für Deutschland! Alexander Zverev hat mit seinem Olympiasieg im Tennisturnier die dreitägige Durststrecke der deutschen Athleten in Tokio beendet und Team D ganz nebenbei zurück in die Top 10 im Medaillenspiegel* geführt. Zverev hatte immer wieder betont, dass er nicht nur für sich selbst spiele, sondern für das ganze Land und alle anderen Sportler.

Sein Erfolg könnte nun den Teamkollegen für die anstehenden Wettkämpfe neue Kraft und Mut verleihen. Der Montag* bietet für das deutsche Team erneut aussichtsreiche Medaillenchancen in Japan, unter anderem im Vielseitigkeitsreiten, wo sich um die deutsche Equipe ein Drama abspielte.

Olympia-News vom Montag: Drama um deutsche Vielseitigkeitsreiter - Protest abgelehnt

Der dreimalige Olympiasieger Michael Jung bleibt nach dem Geländeritt der Vielseitigkeit Zehnter im Klassement und liegt damit weit abgeschlagen im Kampf um die Medaillen. „Leider ist der Protest abgewiesen worden“, schrieb Jung auf seinem Instagram-Account: „Ich behalte die elf Strafpunkte.“

Jung hatte nach der Dressur geführt, doch auf seinem Wallach Chipmunk leistete er sich im Gelände auf der Halbinsel Sea Forest einen Hindernisfehler. Nach einer minimalen Berührung hatte der Sicherheitsmechanismus, das sogenannte MIM-System, ausgelöst - was Jung verwunderte. Chipmunk habe „sicher die Ecke ein bisschen berührt, aber lange nicht so, dass ich damit gerechnet hätte, dass die Stange runterfällt“.

Der 39-jährige Jung setzt nun auf das Team, obwohl es von Rang zwei auf sechs rutschte. „Ich glaube immer noch dran“, sagte Jung zur Medaillenchance des deutschen Trios. „Wir müssen weiterkämpfen, wir müssen alle null reiten, am Ende wird abgerechnet“, sagte er.

Olympia-News vom Montag: Krajewski will zu Gold reiten - Schweizer Pferd eingeschläfert

Große Chancen auf eine Medaille darf sich dafür Julia Krajewski ausrechnen, die mit ihrer Stute Amande einen Galaauftritt hinlegte. Vor dem abschließenden Springen am Montag (10.00 Uhr) liegt die 32-Jährige aus Warendorf mit nur 25,60 Strafpunkten auf dem Silber-Rang. Bleibt sie fehlerfrei und der führende Brite Oliver Townend hat mit Ballaghmor Class (23,60) in einer der zwei Runden einen Abwurf, wäre es sogar Gold. „Ich glaube, wir haben alles richtig gemacht“, kommentierte Krajewski ihren famosen Geländeritt mit Tränen in den Augen.

Anfang des Jahres sei ihr „Vater verstorben, der sich unwahrscheinlich freuen würde, das hier zu sehen“, sagte die Reiterin: „Ich bin froh, alle ein Stück glücklich zu machen, die immer alles für mich tun.“

Überschattet wurde die Geländeprüfung vom Tod des 14 Jahre alten Wallachs Jet Set des Schweizers Robin Godel. Das Pferd hatte sich bei der Landung in der letzten Wasserkombination einen Bänderriss im rechten Vorderbein zugezogen, wie der Dachverband Swiss Olympic erklärte. „Aufgrund der Schwere der Verletzung und den damit einhergehenden Schmerzen musste das Pferd kurz darauf eingeschläfert werden“, hieß es in einer Mitteilung.

Olympia-News vom Montag: Rotter-Focken ringt um Gold

Neben dem Vielseitigkeitswettbewerb darf Deutschland auch in anderen Sportarten auf Edelmetall hoffen. Im Ringen* kämpft Aline Rotter-Focken im letzten Duell ihrer Karriere in der Klasse bis 76 Kilogramm gegen die Weltmeisterin Adeline Gray um Gold. Rio-Olympiasieger Christian Reitz hat im Schießen beste Chancen aufs Finale mit der Schnellfeuerpistole. Zum Auftakt der Bahnrad-Wettbewerbe zählen Emma Hinze und Lea Sophie Friedrich zu den Favoritinnen im Teamsprint der Frauen.

Vor Enoshima sind die deutschen Segler-Crews ebenfalls auf Kurs Edelmetall. Tina Lutz und Susann Beucke können vor dem Medaillenrennen im 49erFX als Gesamt-Dritte sogar auf Gold schielen. Im 49er hoffen Erik Heil und Thomas Plößel darauf, im Medal Race ihren Erfolg von Rio 2016 mit Bronze zu wiederholen. Hier verpassen Sie nichts. Wir sammeln die wichtigsten Nachrichten zum Olympia-Montag im News-Ticker. (ck) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Football news:

Courtois über das 0:0 gegen Villarreal: Ein Punkt reicht Real nicht. Das Unentschieden hinterlässt einen bitteren Beigeschmack, weil wir zu Hause gespielt haben und wenn der direkte Konkurrent (Atlético Madrid-ca. Showsport) verliert sein Spiel, dann wollen wir alle drei Punkte holen. Ein Punkt reicht uns nicht
Hast du Hey Jude bei Brentfords Spielen gehört? Vor 50 Jahren drehte der Ansager ein Lied für den Liebsten - die Fans verwandelten die Liverpool - Hymne zum 3:3 in Brentford. Klopps Team verpasste die erste, machte dann das 3:2, verpasste aber in der 82.Minute noch den Sieg
Inzaghi über das 2:2 gegen Atalanta: Es blieb ein bitterer Beigeschmack. Inter hat den Sieg verdient
Klopp über 3:3 gegen Brentford: Ein verrücktes Spiel. Sie gaben Liverpool den Kampf und verdienten einen Punkt, Respekt
Sulscher beklagt, dass Manchester United seltener Elfmeter kassiert. Er macht Klopp vergeblich die Schuld.[](images/4/1/1632596896514_r.Jpg Manchester United hat die Saison gut begonnen, aber in den letzten Spielen hatte das Team von Ole-Gunnar Sulscher Probleme: Durch ein Wunder hielten sie den Sieg gegen West Ham (danke, De Gea), flogen dann vom gleichen Gegner im Ligapokal ab und verloren zu Hause 0:1 gegen Aston Villa. Der Trainer von Manchester United klagte enttäuscht über den Schiedsrichter: Wir müssen nur hoffen, dass wir verdient gewonnen haben. In den letzten beiden Spielen mussten zu unseren Gunsten drei Elfmeter vergeben werden
Liverpool führt in der APL, vor City, Chelsea, Manchester United und Everton auf 1 Punkt. Brighton hat einen weiteren Spieltag in der Reserve. Im letzten Spiel des Tages setzte sich Liverpool mit 3:3 gegen Brentford durch. Nach 6 Runden die Merseysider belegen den ersten Platz in der Tabelle der Meisterschaft von England mit 14 Punkten. Je 13 Punkte holten Manchester City, Chelsea, Manchester United und Everton
Simeone über das 0:1 mit Alaves: Atletico war nicht schnell genug. Es ist sehr schwierig, gegen eine Mannschaft zu spielen, die so gut gegen andere Spieler wie Alaves ist. Wir haben nicht schnell genug gehandelt und konnten ihnen keinen Schaden zufügen. Sie haben sich den Sieg verdient, haben uns aus einer Standardsituation ein Tor geschossen und dann gut verteidigt