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Ortsentwicklung Hausham: Kommt ein Kreisel an der Tegernseer Straße?

Verkehrsknotenpunkt: die Einmündung der Tegernseer (r.) in die Miesbacher/Schlierseer Straße (l.) in Hausham. Jetzt gibt es die Idee, hier einen Kreisverkehr zu bauen.

Noch gleicht die Haushamer Ortsmitte einer einzigen großen Baustelle. Doch die Ideen für die weitere Entwicklung sind zahlreich. Darunter auch: ein Kreisel an der Tegernseer Straße.

Hausham – Mit einer Wohlfühlachse hat die Schlierseer Straße in Hausham derzeit noch nicht viel zu tun. Kein Wunder bei der Großbaustelle zur Verlegung des Bahnübergangs. Doch der Umbruch soll die Puzzleteile in Sachen Ortsentwicklung neu mischen – und so die Grundlage für ein stimmiges Bild liefern. „Wie es am Ende aussehen wird, wissen wir noch nicht“, sagt Bürgermeister Jens Zangenfeind auf Nachfrage unserer Zeitung. Viele gute Ideen seien aber schon vorhanden.

Wie berichtet, hat der Gemeinderat ein integriertes Stadtentwicklungskonzept (ISEK) beim Münchner Büro Dragomir in Auftrag gegeben. Nach der coronabedingten Zwangspause soll nun auch die für das Projekt essenzielle Bürgerbeteiligung in Schwung kommen. Zumindest die eigens gegründete Steuerungsgruppe mit unterschiedlichsten Interessensvertretern hat sich laut Zangenfeind jüngst digital zusammengefunden und erste Ansätze besprochen, wie der Weg zu einer attraktiven Ortsmitte aussehen könnte.

Kommt ein Kreisel an der Tegernseer Straße?

Im Zentrum steht dabei die Schlierseer Straße, genauer gesagt die Achse von der Einmündung der Tegernseer Straße bis zur Abzweigung der Naturfreundestraße. Wie berichtet, wird dieser Abschnitt von der Bundes- zur Ortsstraße abgestuft, wodurch die Gemeinde deutlich mehr Gestaltungsmöglichkeiten erhält. Ein Teil davon, beispielsweise der Neubau des Gehwegs, wird gleich im Zuge der Gesamtmaßnahme am Bahnübergang umgesetzt.

Deutlich spannender klingt ein anderer Vorschlag, der auch bei Zangenfeind auf Anklang stößt: ein Kreisverkehr an der Einmündung der Tegernseer Straße. „Das wäre eine klare Abgrenzung und ein schönes Eintrittstor in den neuen Wohlfühlbereich“, meint der Bürgermeister. Obendrein könnte man so den hier vor allem zu Stoßzeiten entstehenden Rückstau bekämpfen.

Ein paar Meter weiter Richtung Süden soll dann die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes für mehr Aufenthaltsqualität sorgen. Nicht zuletzt dank des neuen Ärztehauses werde das Zentrum an Frequenz gewinnen, ist Zangenfeind überzeugt. Über einen konkreten Entwurf wird der Gemeinderat (wegen der Kosten vorerst nicht öffentlich) beraten. Perspektivisch könne man sich auch einen kleinen Wochenmarkt auf dem Platz vorstellen.

Offene Bühne an der Naturfreundestraße?

Den südlichen Endpunkt der neuen Ortsmitte soll die Einmündung der Naturfreundestraße bilden. Hier sei denkbar, das bestehende, liebevoll gepflegte Alpinum in die Gestaltung einzubeziehen. Auch die neuen Eigentümer des Gebäudes des früheren Café Kandlinger würde Zangenfeind gern in die Entwicklung einbinden, Kulturell aufgewertet werden könnte derweil die Fläche zwischen dem Bürgersaal und der Kirche. Der Rathauschef liebäugelt hier mit einer Art offenen Bühne, die spontane Freiluftauftritte von Ortsvereinen ermöglichen könnte. „Das haben wir in unserer Partnergemeinde Levico gesehen“, erzählt Zangenfeind. Gegenwind vonseiten der Kirchengemeinde fürchtet er nicht. „Da rennen wir bestimmt offene Kirchentüren ein.“

Wie es mit der sanierungsbedürftigen Naturfreundestraße selbst weitergeht, wird sich laut Zangenfeind erst nach dem Bau des neuen Wohngebiets am Huberspitz entscheiden. Auch die Erhebungen für das beauftragte Verkehrsgutachten liegen noch auf Eis. „Durch die ganzen Baustellen im Ort würden wir aktuell nur stark verzerrte Ergebnisse bekommen“, erklärt der Bürgermeister.

Genau diese Baustellen seien aber auch die Chance, die Ortsentwicklung im großen Stil anzupacken. „Die sollten wir nutzen.“

sg

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