Germany
This article was added by the user . TheWorldNews is not responsible for the content of the platform.

Papst verurteilt „Sklaverei“ und „Folter“ in Flüchtlingslagern

Papst Franziskus hat die Auswüchse der Migration und des Schleuser-Geschäfts mit harschen Worten gegeißelt. Bei einem Treffen mit Migranten in der zyprischen Hauptstadt Nikosia sagte der Pontifex am Freitag: „Das ist die Geschichte einer universalen Sklaverei!“

Das Oberhaupt der katholischen Kirche prangerte dabei die Gleichgültigkeit vieler an. „Wir sehen, was passiert“, sagte er. „Noch schlimmer, wir gewöhnen uns daran.“ Das Sich-Gewöhnen sei eine „sehr schwere Krankheit, gegen die es kein Antibiotikum gibt“.

Auch wohlhabendere Gegenden der Welt – etwa in Europa – machten sich schuldig, deutete der Papst an. Er erinnerte daran, dass Migranten oft abgewiesen oder in Lager gesteckt werden. Orte des Eingesperrtseins, „der Folter und der Sklaverei“, nannte Franziskus diese.

Er erinnerte daran, dass sich heute viele Menschen wundern, wie im 20. Jahrhundert Internierungslager der Nazis oder von Stalin möglich waren. „Brüder und Schwestern, das passiert heute!“, unterstrich der Papst.

Zwölf Migranten aus den Lagern dürfen nach Italien

Er denke an viele Geflüchtete, die in solchen Lagern landeten, „wo die Frauen verkauft, die Männer gefoltert und versklavt werden“. Und mit Verweis auf reichere Länder ergänzte er: „Das ist die Geschichte dieser entwickelten Gesellschaft, die wir den Westen nennen.“

Nach dem Treffen teilte der Heilige Stuhl mit, dass etwa zwölf Migranten, von denen einige den Papst am Abend getroffen hatten, nach Italien fliegen können. Sie dürften zu den 50 Migranten gehören, von denen Zyperns Staatspräsident Nikos Anastasiades gesprochen hatte, als er am Donnerstag das Vorhaben des Papstes in Aussicht stellte.

Die italienische Nachrichtenagentur Ansa meldete, dass die Menschen in den nächsten Wochen auf unterschiedlichen Flügen nach Italien kommen. Die Kosten für die Aufnahme übernehme der Vatikan.