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Politikerin legt sich mit Lanz an - und bringt ihn total aus der Fassung: „Machen Sie das Zuhause auch?“

Trotz der anhaltenden Kritik lobt SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil CDU-Gesundheitsminister Jens Spahn. Und eine FDP-Politikerin übernimmt das Ruder.

Bei „Markus Lanz” geht es am Mittwochabend unter anderem um das Chaos rund um die Maskenaffäre, die auch aktuell im Bundestag heiß diskutiert wird. In der Kritik steht dabei vor allem Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Der konkrete Vorwurf: Das Gesundheitsministerium soll im Frühjahr 2020 minderwertige Schutzmasken ohne EU-Zertifikat gekauft haben. Zu allem Übel sei die bestellte Ware aus China unzureichend geprüft worden. Es sei später dann geplant gewesen, die nicht zertifizierten Masken an Obdachlose und Einrichtungen für Menschen mit Behinderung zu verteilen.

Spahn dementiert dagegen eisern, dass die Masken minderwertig seien. Vielmehr sieht er eine Mitverantwortung bei der SPD. Grund genug für ZDF-Moderator Markus Lanz, bei seinem anwesenden Gast, dem SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil nachzuhaken. Dieser gibt sich jedoch handzahm und zurückhaltend – und lobt zur Überraschung aller sogar seinen politischen Kontrahenten.

„Markus Lanz“ – das waren seine Gäste am 9. Juni:

In der Sendung vom 9. Juni gibt der SPD-Politiker mit einem entspannt wirkenden Lächeln zu, dass man „neidlos anerkennen” müsse, dass sich Jens Spahn „immer gut in Szene setzt”. Eine überraschende Aussage, denn Klingbeil reihte sich zuletzt unter die schärfsten Kritikern Spahns in der Maskenaffäre ein.

SPD-Politiker und Generalsekretär Lars Klingbeil kritisiert Maskenaffäre um Jens Spahn: „Menschenverachtend”

Bei „Markus Lanz” liest der ZDF-Moderator daher am Mittwoch Zitate vor, die das Ausmaß der Vorwürfe gegen den Gesundheitsminister deutlich machen. So sprach die SPD-Co-Chefin Saskia Esken vor Kurzem beispielsweise einen „moralischen Verfall der Union”. Und selbst Lars Klingbeil nannte das Verhalten von Jens Spahn vor weniger Tagen noch „menschenverachtend”. Kein Wunder also, dass Markus Lanz bei dem Generalsekretär nachhakt.


Dieser verteidigt sich halbherzig und stellt klar, dass seine Kritik nur für den Fall gelte, dass sich die Vorwürfe gegen Jens Spahn bewahrheiten. Zeit-Journalistin Anne Hähnig fügt kurz und knapp hinzu: „Mir tut die SPD fast leid.” Lanz lässt daraufhin nicht locker und kritisiert Klingbeil und die SPD für Plakat-Sprüche im Wahlkampf in Sachsen-Anhalt wie: „Mit unserer Gesundheit zockt man nicht”. Der ZDF-Moderator erklärt im selben Atemzug, dass sich die SPD von seinen Wählern entfernt hätte. Lars Klingbeil kontert gefasst: „Quatsch“.

Video: Markus Lanz - „Ich ertrage das nicht. Wenn ich irgendwo auftauche, schalte ich sofort um“

Marie-Agnes Strack-Zimmermann legt sich bei „Markus Lanz” (ZDF) mit dem Moderator an: „Sie unterbrechen wirklich immer!”

Daraufhin übernimmt Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP) das Ruder der Sendung. Die Frage, ob sie nach der Bundestagswahl zusammen mit Klingbeils SPD regieren könne, verneinte die Strack-Zimmermann mit ernstem Blick. Auch bei den weiteren politischen Themen anlässlich des vorherrschenden Wahlkampfs gibt sich die Politikerin souverän und wortgewandt. Im Vergleich zu Gästen wie Klingbeil wirkt Strack-Zimmermann sogar so selbstbewusst, dass sie zum Ende der Sendung für ein etwas anderes Highlight sorgt. Als Markus Lanz Marie-Agnes mit einer vorschnellen Frage ins Wort fällt, sagt sie leicht süffisant: „Sie unterbrechen wirklich immer. Machen Sie das Zuhause auch bei Ihrer Frau?“ Damit bringt sie sogar den wortgewandten ZDF-Moderator aus der Fassung, der nur stammelnd antworten kann: „Das ist jetzt ein etwas privates Thema.”

„Markus Lanz“ - das Fazit der Sendung

Bei „Markus Lanz” geht es am Mittwochabend chaotisch zur Sache. Ein zurückhaltender Lars Klingbeil hat nicht sehr viel Inhaltvolles beizutragen, während FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann im Laufe der ZDF-Sendung nach und nach die Führung übernimmt und sich einen Kampf mit Markus Lanz liefert, wer wen am häufigsten unterbrechen kann. Am Ende der Sendung schafft es auch der SPD-Generalsekretär, die anwesenden Gäste zum Lachen zu bringen. Als Markus Lanz ankündigt: “Nächste Woche kommt, glaube ich, Olaf Scholz zu uns”, kontert Klingbeil trocken: ”Ich dachte Karl Lauterbach kommt mal wieder vorbei.“

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