21 mutmaßlich über Polen eingeschleuste Iraker hat die Bundespolizei am Montag auf einer Landstraße bei Petershagen (Märkisch-Oderland) aufgegriffen. Wurden auch sie aus Weißrussland geschickt?

Nach B.Z.-Informationen liefen die elf Männer, drei Frauen und sieben Kinder am Straßenrand der L37 zwischen Petershagen und Falkenhagen (Mark).

Als gegen 13.45 Uhr die von einem Anwohner alarmierte Bundespolizei eintraf, hockten einige von ihnen zwischen den Büschen am Straßenrand. Eine Frau fragte nach dem Wag nach Berlin.

Die insgesamt 21 Menschen, darunter sieben Kinder, liefen auf der L 37 bei Petershagen (Foto: Toni Feist)
Die insgesamt 21 Menschen, darunter sieben Kinder, liefen auf der L 37 bei Petershagen (Foto: Toni Feist)

Noch vor Ort mussten sich die Männer und Frauen Corona-Schnelltests unterziehen. Anschließend wurde die Gruppe in die Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge nach Eisenhüttenstadt gebracht.

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Seit der weißrussische Diktator Alexander Lukaschenko (67) als Reaktion auf EU-Sanktionen systematisch Menschen aus dem Irak, Syrien und Iran in die EU einschleusen lässt, werden in Brandenburg immer mehr illegal eingereiste Flüchtlinge aufgegriffen.

Ein Mann aus der Gruppe muss sich einem Corona-Schnelltest unterziehen. Danach ging es nach Eisenhüttenstadt (Foto: Toni Feist)
Ein Mann aus der Gruppe muss sich einem Corona-Schnelltest unterziehen. Danach ging es nach Eisenhüttenstadt (Foto: Toni Feist)

Seit Jahresbeginn zählte die Bundespolizei 3302 unerlaubte Einreisen im Land. Allein in der Woche vom 11. bis 17. Oktober waren es 699 Menschen!