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Positive Corona-Bilanz der Gautinger Jugendarbeit

Das JUZ-Team: Friedrich Federsel, Nathalie von Hammerstein und Britta Gürtler (v.l.).

Die bisherige Corona-Bilanz der Gautinger Jugendarbeit fällt positiv aus. Das Jugendzentrum konnte sein Stammklientel auch im Lockdown halten – dank digitaler Haushaltshilfe und Formaten wie dem JUZ-Talk.

Gauting – Mit ansteckender Begeisterung berichtete Sozialpädagogin Britta Gürtler in der Hauptausschuss-Sitzung des Gautinger Gemeinderats von den Aktivitäten des Jugendzentrums (JUZ). Im Lockdown, als es schließen musste, boten Gürtler, ihre Teamkollegen Friedrich Federsel und Nathalie von Hammerstein den 12- bis 27-Jährigen im „virtuellen offenen Betrieb“ Videochats an, aber auch Spaziergänge mit vertraulichen Einzelgesprächen. Auch im Lockdown hat sich die Mitte der 1970er-Jahre gegründete Einrichtung an der Bahnhofstraße also offensichtlich bewährt.

Gürtler erklärte das pädagogische Leitbild und die Ziele des JUZ: die Entwicklung junger Menschen zu fördern, für sinnvolle Freizeitgestaltung sorgen, Erfahrungsort der Mitbestimmung, politischer Bildung, gegenseitiger Toleranz zu sein sowie für gewaltfreien Umgang zu stehen. Es gehe um „selbstverantwortliches Handeln der Kids, die ganz unterschiedlich ticken“, so die Sozialpädagogin. Täglich sind die Türen des zentral gelegenen JUZ von 13 bis 21 Uhr offen. Und am Montag, dem Kindertag, „akquirieren wir die nächste Generation, damit auch deren Eltern sehen: Das sind ganz normale Leute, die hier arbeiten“.

Offene Jugendarbeit, Beratung, Mitbestimmung, Integration, geschlechtsbezogene Pädagogik und Prävention stehen auf dem Programm der beiden Pädagoginnen und des Erziehers. „Wir sind Spielpartner, Hausmeister, Psychologen, Notfall-Seelsorger mit Datenschutz, Coaches, Handwerker, Schlichter und Künstler“, sagt Gürtler, die schon seit einem Jahrzehnt im Team ist.

Im Lockdown setzte man auf Sprachchats über das Programm Discord. „Wir haben es so geschafft, unsere Stammklientel zu halten“, betont Britta Gürtler. Auch die Hausaufgabenhilfe, der Spieletag und Formate wie der JUZ-Talk „Was tut euch auf dem Herzen weh?“, Girls- und Boys-Time liefen per Videochat. Für Jugendliche, „die keinen Zugang zum Rechner haben, führten Gürtler und Co. die Telefonsprechstunde ein. Und beim neu eingeführten Spaziergang „Talk Walk“ hatten die Kids auch im Lockdown die Chance, ihre Probleme im vertraulichen Einzelgespräch loszuwerden.

Beschäftigungsmaterial, etwa fürs Seife-Herstellen, konnten sich die Jugendlichen während der verordneten JUZ-Schließung im Schreibwarengeschäft „Ratzefummel“ von Gemeinderätin Kirsten Platzer (Unabhängige Bürger Gauting) abholen. Federsel animierte sie im Video-Live-Chat zum Kochen. Online wurde auch mit anderen Jugendzentren kooperiert. Im Vergleich zu Starnberg, Herrsching und Gilching habe man im virtuellen offenen Betrieb die meisten Teilnehmer gehabt. „Irre, was wir im Lockdown gelernt haben“, fasste Gürtler zusammen.

Trotzdem ist der Gautinger Nachwuchs froh, seit 5. Mai wieder persönlich ins JUZ kommen zu dürfen. Gürtler: „Sie rennen uns die Bude ein.“ Im Schnitt erreiche man „25 Kids pro Tag“. „Uns können die Jugendlichen etwas anvertrauen: ihre Probleme, ihren Liebeskummer“, ergänzte Erzieher Federsel. Manchmal kämen sogar ältere Berufsschüler, „die unsere Hilfe bei Bewerbungsschreiben brauchen“. cc

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