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Post geht an falschen Politiker: Berlin vertauscht Wahlgewinner mit Verlierer

Post geht an falschen Politiker Berlin vertauscht Wahlgewinner mit Verlierer

Es ist eine von vielen Pannen rund um die Wahl in Berlin: Statt an Wahlgewinner Andreas Otto von den Grünen schickt die Stadt die Mandatsbestätigung an dessen Namensvetter von der FDP. Der "falsche" Otto nimmt die Verwechslung zwar mit Humor - sieht das Amtsversagen aber bestätigt.

Das Wahlchaos in Berlin nimmt kein Ende: Neben langen Wartezeiten, vertauschten Stimmzetteln und geschätzten Wahlergebnissen hat die Hauptstadt nun wichtige Unterlagen zur Wahlannahme an den falschen Politiker geschickt. Demnach hatte Andreas Otto von den Grünen seinen Wahlkreis in Pankow gewonnen. Die Unterlagen für die Annahme seiner Wahl ins Berliner Abgeordnetenhaus ging allerdings an Andreas Otto von der FDP, wie der "Spiegel" berichtete.

Der FDP-Ortsvorsitzende aus Reinickendorf bekam die Aufforderung, sein Mandat anzunehmen, obwohl er im Gegensatz zu seinem Namensvetter nicht ins Abgeordnetenhaus gewählt wurde. Der "richtige" Abgeordnete habe hingegen noch keine Post von der Stadt bekommen, heißt es in der Zeitung.

Öffentlich wurde die Panne durch den Berliner FDP-Politiker Timo Bergemann, der den Vorfall auf Twitter schildert und schreibt: "Es ist einfach nur noch absurd." Andreas Otto von der FDP nimmt die Verwechslung auf Nachfrage von "t-online" zwar mit Humor, kritisiert aber wie sein Parteikollege Bergemann die Wahlleitung der Hauptstadt. "Das war schon ganz lustig, zeigt aber natürlich mal wieder das Versagen der Senatsverwaltung und dass dort dringend ein Wechsel nötig ist."

Der FDP-Ortsvorsitzende habe die Wahlleitung über die Verwechslung informiert, wie das Nachrichtenportal berichtete. Es sei ihm ein offizielles Entschuldigungsschreiben angekündigt worden. Gert Baasen erklärt den Fehler gegenüber "t-online" mit einem Versäumnis beim Abgleichen der Erreichbarkeitsanschriften aller Bewerber mit den aktuellen Meldeanschriften der Gewählten.

Im Netz sorgt dies für einigen Spott. So kommentiert ein Nutzer: "Können wir einen Vormund für Berlin einsetzen?" Ein anderer schreibt: "Berlin hat einen Ruf zu wahren. Und gibt sich seit dem Wahltag ganz besonders viel Mühe." Da es bei der Wahl in Berlin zu vielen Unregelmäßigkeiten kam, bat der Senat um Entschuldigung. Die Landeswahlleiterin legte bereits Einspruch gegen die eigene Wahl ein.