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Protest gegen Betriebsumbau: 14.000 beteiligen sich an Airbus-Warnstreik

Protest gegen Betriebsumbau 14.000 beteiligen sich an Airbus-Warnstreik

Airbus möchte die Fertigung von Flugzeugteilen auslagern und Teile einer Zuliefertochter verkaufen. Mehr als 13.000 Beschäftigte wären von dem geplanten Konzernumbau betroffen. Nachdem die IG Metall wiederholt zum Warnstreik aufgerufen hat, bleiben Tausende aus Protest gegen die Pläne zu Hause.

Im Konflikt um den Umbau der zivilen Flugzeugfertigung innerhalb des Airbus-Konzerns haben sich nach Gewerkschaftsangaben mehr als 14.000 Beschäftigte in Deutschland an dem jüngsten Warnstreik beteiligt. In mehreren Werken bei Airbus und bei dem Tochterunternehmen Premium Aerotec seien dadurch "komplette Schichten in der Produktion ausgefallen", teilte die IG Metall in Hamburg mit.

Airbus
Airbus 98,66

Bestreikt wurden Unternehmensstandorte in Hamburg, Bremen, den niedersächsischen Städten Nordenham, Stade und Varel sowie im bayerischen Augsburg. Auf Kundgebungen und Versammlungen sei dabei aus Gründen des Infektionsschutzes mit Blick auf die Coronalage verzichtet worden, teilte die Gewerkschaft mit. Die meisten Beschäftigten seien "aus Protest" zu Hause geblieben.

Airbus will die Fertigung großer Flugzeugteile in eine neue Tochter ausgliedern, in der Bereiche von Airbus Operations und der Tochter Premium Aerotec aufgehen sollen. Die Fertigung kleinerer Teile in Augsburg und in Varel sollen abgespalten und an einen Investor verkauft werden. Von den Plänen wären in etwa 13.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betroffen.

Die IG Metall kritisiert die Pläne für die Neustrukturierung dabei scharf. Der Leiter des IG Metall-Bezirks Küste, Daniel Friedrich, sprach von einer "sinnlosen Spaltung" und forderte für die Beschäftigten einen "Sozialtarifvertrag", der diesen an allen Standorten "Sicherheit" biete. "Mit einem fairen Zukunftspaket für alle Beschäftigten und Standorte lässt sich der Konflikt schnell lösen", sagte Friedrich laut Angaben der Gewerkschaft.