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Protesttag zur Gleichstellung Behinderter: Lebenshilfe Freising fordert mehr Selbstbestimmung

Jedes Jahr wird der Europatag am 5. Mai auch als Europäischer Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung begangen. Dazu schreibt die 1. Vorsitzende der Lebenshilfe Freising, Monika Haslberger:

Freising - „Die hoffentlich bald überstandene Corona-Pandemie hat gezeigt, wie wichtig das Miteinander und die Fürsorge für alle Menschen ist. Bei der Lebenshilfe Freising mit 1200 betreuten Menschen und 600 Beschäftigten liegt das Augenmerk vor allem bei den Menschen mit Behinderung. So wichtig die Fürsorge für Menschen, die Unterstützung brauchen, auch ist, so wichtig ist aus unserer Sicht auch ihr Recht, selbstbestimmt und selbständig zu leben.

Unsere Bundesvereinigung hat sich bei der Reform des Betreuungsrechts für Verbesserungen eingesetzt, vor allem, um die Rechte der betreuten Personen noch umfassender zu stärken. Dazu hat sie eine bundesweite Kampagne gestartet, die wir zum Anlass nehmen wollen, um zum heutigen Protesttag auf unsere Infokampagne „Wie selbstbestimmt sind Menschen mit Behinderung 2021?“ aufmerksam zu machen.

Wir wollen damit auf das Problem hinweisen, dass betreute Menschen durch zu gut gemeinte Betreuung und Fürsorge (durch Eltern und Angehörige, professionelle Betreuerinnen und Betreuer in Einrichtungen etc.) in ihrer Selbstbestimmtheit und Unabhängigkeit behindert und eingeschränkt werden. Sehen Sie dazu unsere Videos und Podcasts auf unserer Internetseite www.lebenshilfe-fs.de oder auf unserem Facebook-Kanal. Wir haben dort Stimmen von betreuten Menschen mit Behinderung eingefangen. Ein 23-Jähriger sagt da: „Es kotzt mich an, dass ich über mein selbst verdientes Geld nicht selbst bestimmen kann.“ Oder eine 49 Jahre alte Frau berichtet: „Ich durfte mir beim Ausflug keinen Wein bestellen.“

Den Menschen mit Behinderung ist klar, dass viele Einschränkungen aus Fürsorge entstehen und sie fordern gerade deshalb, von der Gesellschaft gehört zu werden. Manuela Mühlhammer ist Selbstvertreterin im Vorstand der Lebenshilfe Freising. Sie meint: „Man sollte mehr auf die Wünsche und Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung eingehen, ihnen mehr zutrauen und ihnen die Unterstützung zukommen lassen, die sie wirklich brauchen. Auch Fehler zu machen, sollte in gewissem Rahmen erlaubt sein.“

Die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen ist in Deutschland bindendes Menschenrecht. Im Artikel 19 wird das Recht auf unabhängige Lebensführung und Einbeziehung in die Gemeinschaft (Inklusion) bekräftigt. Im Alltag sind wir alle – Eltern, Angehörige und Freunde, haupt- und ehrenamtliche Betreuerinnen und Betreuer, Nachbarn und Mitbürger – aufgerufen, das Recht auf Selbstbestimmung zu achten und zu fördern. Die Lebenshilfe Freising möchte mit dem heutigen Tag einen längerfristigen Diskussionsprozess aller Beteiligten darüber anregen.

Schreiben Sie uns Ihre Erfahrungen oder Ihre Meinung dazu. Erzählen Sie uns, wie Sie das Verhältnis von Fürsorge und Selbstbestimmung sehen, am besten unter der E-Mail-Adresse [email protected] Wir sammeln Ihre Meinungen und Erfahrungen! In einem zweiten Schritt wollen wir dieses Problem noch öffentlicher machen und zur gesellschaftlichen Diskussion anregen.

Unser Motto und Ziel ist: Helfen Sie uns, Assistenz barrierefreier zu machen!“

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