Am Sonntag ab 9 Uhr jagt der Top-Star der Szene, Kenenisa Bekele (39/Äthiopien) beim "BMW Berlin-Marathon" den Weltrekord und 25.000 andere Läufer ihre Bestleistung. So auch Rabea Schöneborn (27), Berlins Top-Athletin.

Für die Läuferin der LG Nord ist der Berlin-Marathon ein perfektes Trostpflaster. Denn das Olympia-Ticket schnappte ihr ausgerechnet ihre Zwillings-Schwester Deborah vor der Nase weg, Tokio verpasste Rabea so nur um 9 Sekunden: „Ich hatte natürlich ein bisschen daran zu knabbern, aber habe mich dann schnell für Debbie gefreut.“ Und schiebt glücklich nach: „Jetzt freue ich mich, als erste von uns beiden hier in Berlin im Elite-Feld starten zu dürfen.“

Für Rabea ist es erst der dritte Karriere-Marathon. Mit dabei auf den 42,195 Kilometern sind ihre zwei Glücksarmbänder am Handgelenk: „Auf dem einen steht ,Schoenis‘. Das ist unser Schwestern-Spitzname. Das habe ich von meiner großen Schwester Lena (Olympiasiegerin 2008 im Modernen Fünfkampf d. Red.) bekommen. Und das mit dem Goldanhänger ist von meinem Verein, nach dem ich die Olympia-Qualizeit geknackt hatte.“ 

Die drei Schöneborn Schwestern Rabea, Lena und Debbie (Foto: picture alliance / Eibner-Presse)
Die drei Schöneborn Schwestern Rabea, Lena und Debbie (Foto: picture alliance / Eibner-Presse)

Rabea, die ihr Psychologie-Studium abgeschlossen hat und trotz der Trainingsbelastungen anstrebt, neben dem Sport auch zu arbeiten, lacht: „Ich trage sie gern, auch Sonntag im Rennen, aber wenn ich sie mal zu Hause vergesse, ist es kein Beinbruch.“

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Daheim bleiben auch ihre beiden Schwestern nicht: „Klar, sind Lena und Debbie an der Strecke für mich da. Debbie ist am Sonntag mein Mädchen für Alles. Von der Startnummer anbringen, bis hin zum Flaschenreichen, sie weicht nicht von meiner Seite.“