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Rechtsextreme Demo in Würzburg: Aktion mit Strohpuppen und Kanzlerkandidaten sorgt für Empörung

Am Tatort der Messerattacke von Würzburg sorgte eine rechtsextreme Demo für Aufsehen. Bilder der Kundgebung kursieren im Netz und entsetzen.

Würzburg - Knapp drei Monate ist die Messerattacke in Würzburg, die drei Frauen das Leben kostete, her. Eine Demonstration der rechtsextremen Splitterpartei „III. Weg“ hat dort nun für Unruhe gesorgt. Die Neonazis hatten am Samstag am Tatort am Barbarossaplatz mit drei Strohpuppen, beschmiert mit Kunstblut, gegen eine „Asylflut“ demonstriert. Für große Empörung sorgten Bilder der Kanzlerkandidaten, die über den Strohpuppen aufgestellt waren.

Rechtsextreme Demo in Würzburg: Aktion mit Strohpuppen sorgt für Empörung

Rund 20 Teilnehmer kamen zu der Kundgebung. Die Forderung der rechtsextremen Partei am Samstag in Würzburg: „Taten wie den Blutrausch vom 25. Juni 2021 verhindern! – Kriminelle Ausländer sofort abschieben!“ Bilder der Aktion mit den Strohpuppen kursieren derzeit im Netz und sorgen für Entsetzen. Offensichtlich sollen die drei verhüllten Puppen die drei Opfer des Gewaltverbrechens darstellen. Über den Puppen war ein Bild aufgestellt, mit Fotos der drei Kanzlerkandidaten Armin Laschet‘*, Annalena Baerbock* und Olaf Scholz*. Drunter war zu lesen: „Schön bunt hier“.

Auf der Website der Partei heißt es, die Tat in Würzburg sei durch „Wahlkampftheater“ untergegangen. Sie behaupten, „die wirklich wichtigen Themen“ in den Mittelpunkt zu stellen. Man wehre sich gegen „Überfremdung“. In den sozialen Netzwerken wurde die Aktion der Partei scharf kritisiert.

Gegendemonstration mit rund 300 Personen - Polizei sieht kein „strafrechtlichen Tatbestand“

Rund 200 bis 300 Leute bildeten eine Gegendemonstration und gingen auf die Straße. „Im Zusammenhang mit der Versammlung der Partei ‚Der III. Weg‘ am Barbarossaplatz kam es zu lautstarken Protesten von Gegendemonstranten“, heißt es in einem Polizeibericht. Die unterfränkische Polizei sei insgesamt mit dem „Einsatzverlauf zufrieden“.

Es kam es zu keinen nennenswerten Störaktionen. Man habe die Aktionen geprüft, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag der dpa. Auch die Staatsanwaltschaft sei eingeschaltet gewesen. Aber: „Ein strafrechtlicher Tatbestand ist nicht erfüllt.“(tkip mit dpa) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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