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Reisemobil-Neuheiten 2022: Carthago - Dickschiff und Allrounder

Mit der nächsten Generation des Chic C-Line und mit den kompakten Vans startet Reisemobil-Hersteller Carthago-Malibu in das Modelljahr 2022. Dabei vollführt der Hersteller einen erstaunlichen Preis-Spagat. Der reicht nämlich von 50.000 Euro bis weit jenseits der 100.000-Euro-Marke.

Der Ansturm auf die kompakten Kastenwagen treibt den aktuellen Reisemobil-Boom in besonderem Maße an. Allerdings erfreuen sich auch die Hersteller von teil- und vollintegrierten Fahrzeugen an Zuwachswachsraten bis zu 30 Prozent, wie die Premium-Marke Carthago aus Aulendorf mit ihren Dickschiffen bis zu 200.000 Euro und mehr sowie der preislich ein wenig günstiger positionierte Ableger Malibu beweisen. Die beiden wichtigsten Neuheiten zum Modelljahr 2022 bilden zwei Gegenpole im Produktportfolio der Oberschwaben: Hier die neue Generation des bis nahezu neun Meter langen Carthago Chic C-Line, Herzstück in der Integrierten-Riege, dort die Ergänzung der Malibu-Van-Reihe um die Modelle Diversity.

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Für den Chic C-Line gibt es jetzt sechs breite Küchenschubladen und auf Wunsch einen großen Gasbackofen im Küchenunterschrank.

(Foto: Carthago)

Seit fast 20 Jahren bildet der Chic C-Line das Rückgrat der Marke Carthago. Die Veränderungen am Außendesign und bei der Innenarchitektur gehen über das Maß üblicher Modellpflegemaßnahmen hinaus. Das beginnt bei einer veränderten Frontpartie, bei der dem Kühlergrill in der höherwertigeren Superior-Variante zu den senkrechten auch noch horizontale Chromstreben verpasst werden, und dem neuen Look für die Seitenwände.

Neue Küchengestaltung

Im Innenraum wurde die Küche neu gestaltet. Der geschwungene und erhöhte Küchentresen, der auch eine optische Abtrennung zur L-Sitzgruppe darstellt, hat eine zusätzliche, integrierte Abstell- und Arbeitsfläche. Der Barschrank erhielt ein neues Design, die ausziehbare Kaffee-Kapselmaschine bekam einen neuen Platz hinter der Spüle und ist jetzt direkt mit dem Wasserhahn befüllbar.

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Die Stilwelt "Linea Progressiva" will mit hellen Flächen begeistern.

(Foto: Carthago)

Die sechs Küchenschubladen sind breiter geworden und auf Wunsch gibt es einen großen Gasbackofen im Küchenunterschrank. Wohnraumbeleuchtung und Ambientelicht lassen sich nun getrennt steuern. Außerdem gibt es mit der Stilwelt "Linea Progressiva" eine vierte Wahlmöglichkeit, die mehr helle Flächen mit kräftiger Wildbirne kombiniert.

Besonders schätzen werden künftige Kunden die von 58 auf 63 Zentimeter verbreiterte Aufbautür mit großem Fenster, Doppelverriegelung und geschickt verstauter Fliegengittertür. Das neue Eingangsportal kommt zum nächsten Modelljahr allerdings sämtlichen integrierten Fahrzeugen aus Aulendorf zugute und kann in den Topbaureihen E-Line, S-Plus und Liner-for-two zusätzlich noch mit schlüsselloser Entriegelung und Zuziehhilfe kombiniert werden.

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Wohnraumbeleuchtung und Ambientelicht lassen sich im Chic C-Line nun getrennt steuern.

(Foto: Carthago)

Für das Cockpit gibt es optional ein neues Multimediasystem mit 9-Zoll-Touchscreen inklusive Navigation, Reisemobil-Routenführung und Smartphone-Einbindung sowie lobenswerterweise einen praktischen Extra-Drehregler für die Lautstärke.

Auslieferung mit neuem Fiat Ducato

Aber kann von "New Generation" die Rede sein, wenn die Serie 8 des Basis-Fahrzeugs Fiat Ducato noch auf sich warten lässt? Tatsächlich wird auf dem Caravan-Salon der Chic C-Line noch mit dem "alten" Chassis zu sehen sein und an eilige Kunden auch verkauft werden, weil Carthago wie derzeit alle Reisemobil-Hersteller unter den Corona-bedingten Produktionsproblemen bei Fiat zu leiden hat. Wer jetzt bestellt, wird den luxuriösen Integrierten aber mit dem neuen Ducato und dann auch wahlweise mit der neuen 9-Gang-Automatik bekommen. Wann das allerdings sein wird, wissen die Oberschwaben selbst nicht.

Dafür gibt es Neuigkeiten für die Freunde der im vergangenen Jahr eingeführten Basis-Alternative Mercedes Sprinter: Auch die beiden 8,40 und 8,65 Meter langen Topmodelle Chic C-Line 5.9 XL LE und 6.2 XL QB mit Tandemachse werden jetzt mit dem Stern an der Frontpartie zu haben sein. In der Grundversion ist jeweils die 143 PS starke Version des 2,2-Liter-Dieselmotors an Bord.

Insgesamt neun Grundrisse

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Im Malibu Van 640 LEK gibt es pfiffige Kleiderfächer unter dem Bett.

(Foto: MalibuVan)

Insgesamt umfasst das Integrierten-Angebot nun neun Grundrisse vom I4.2 DB (6,85 Meter lang) bis zum I6.2 XL, die als Zwei- oder Dreiachser auf einem Ducato mit Alko-Tiefrahmen angeboten werden. Die Spanne der Basispreise reicht von 100.390 bis 119.490 Euro. Sechs dieser Grundrisse können alternativ mit dem Mercedes Sprinter kombiniert werden. Günstigstes Modell ist hier der 7,52 Meter lange Chic C-Line 4.9 LE ab 111.940 Euro.

Carthago bietet die Chic C-Line allerdings auch in einer teilintegrierten Variante an. Die drei Grundrisse ausschließlich auf Fiat Ducato mit Längen zwischen 7,35 und 7,43 Metern werden als eher seltene T-Modelle der Spitzenklasse ab 90.280 bis 91.860 Euro angeboten.

Zu einer deutlich günstigeren, aber keineswegs billigen Preisklasse gehört die interessanteste Neuheit der Submarke Malibu. In dem am stärksten boomenden Kompakt-Segment wird die Van-Baureihe von Malibu um zwei neue Modelle mit der Typenbezeichnung "Diversity" erweitert. Dabei handelt es sich um Grundrisse, die durch Vielseitigkeit, gutes Raumgefühl und reichhaltiges Platzangebot überzeugen sollen.

Neue Dimension von Raumgefühl

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Neu im Malibu Van Diversity 640 LEK ist auch die Küche mit Kombischrank.

(Foto: MalibuVan)

Das wird in den Modellen 600 DBK mit Querbett im Heck und 640 LEK mit Einzelbetten durch einige neue Elemente erreicht. So wird der 84-Liter-Kompressor-Kühlschrank in der Wagenmitte nach unten versetzt und ermöglicht mit einem neu konstruierten, zurückversetzten Kombischrank darüber eine freie Blickachse nach hinten.

Zusätzlich entsteht mehr Arbeits- und Ablagefläche. Der Kleiderschrank findet sich stattdessen am Fußende unter dem Bett auf der Beifahrerseite und ist per Liftfunktion bequem von oben und vorn zugänglich.

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Grundriss des Malibu Van Diversity 600 DB.

(Foto: MalibuVan)

Einem offenen Raumgefühl kommen auch die zweiteilige Waschraum-Schiebetür und das flexible Bad mit der schwenkbaren Toilette entgegen. Zudem lässt es sich dort für die beengten Verhältnisse eines 6,40-Meter- oder gar Sechs-Meter-Vans verhältnismäßig bequem duschen.

Angeboten werden die Diversity-Vans zu Preisen ab 50.450 Euro (600 DBK) und ab 52.050 Euro (640 LEK). Mit zusätzlichem Aufstelldach für zwei weitere Schlafplätze werden 4000 Euro Aufpreis verlangt. Für die Charming-Versionen Coupé und Skyview GT mit großem Panoramadach sowie für die Modellreihe Family-for-4 sollen die Diversity-Varianten ebenfalls zu haben sein.

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