Germany
This article was added by the user . TheWorldNews is not responsible for the content of the platform.

Rekordinvestitionen in Gudensberg

Der größte Posten im Investitionsplan ist die bereits laufende Sanierung des Hallenbads Terrano. Die Stadt Gudensberg hat allein für das Jahr 2023 insgesamt 3,5 Millionen Euro eingeplant. Archivfoto: Ulrike Lange-Michael

„In Gudensberg leisten wir uns ein Rekordinvestitionsvolumen“, sagte Michael Höhmann (SPD) in der jüngsten Sitzung der Gudensberger Stadtverordnetenversammlung. Die votierte einstimmig für die Feststellung des Investitionsplans 2021-2025, der 120 Posten umfasst.

Gudensberg - Mehr als zehn Millionen Euro sind allein für das kommende Jahr veranschlagt, rund 7,8 Millionen Euro davon soll Gudensberg als Fördermittel erhalten. Eine Kreditaufnahme ist nicht vorgesehen. Stattdessen soll die Differenz aus eigenen Mitteln aufgebracht werden. Die Rücklagen der Stadt werden zum Ende des Jahres 2022 voraussichtlich auf rund 2,8 Millionen Euro schrumpfen.

Als größten Posten für das Jahr 2022 weist der Investitionsplan die bereits laufende Sanierung des Hallenbades aus – 3,5 Millionen Euro. Bereits für 2021 waren 1,6 Millionen Euro veranschlagt, in 2023 soll noch einmal eine Million Euro hinzukommen. Das Hallenbad ist bereits seit 2017 aufgrund seines maroden Zustandes geschlossen.

Rund 2,5 Millionen Euro werden in die Umsetzung des integrierten Stadtentwicklungskonzepts fließen. Für die Erweiterung des Bauhofs und für zusätzliche Fahrzeuge sind für 2022 rund 1,1 Millionen Euro veranschlagt. Und auch in die Stadtteile wird investiert: So sind beispielsweise 80 000 Euro für den Bau des Spielplatzes an der Hans-Geisser-Straße in Maden vorgesehen und auch für die abschließende Sanierung des Feuerwehrhauses in Obervorschütz ist entsprechend Geld eingeplant: 50 000 Euro.

Michael Höhmann (SPD) sagte in der Stadtverordnetenversammlung, dass der vorgestellte Investitionsplan gute Zukunftschancen für die nachfolgenden Generationen schaffe. „Wir erkennen, dass die Handlungsmöglichkeiten der Stadt für die Zukunft erhalten bleiben“, sagte Höhmann. Die städtischen Investitionen seien kein Selbstzweck, sondern eine sinnvolle Investition in den Erhalt und den Ausbau der Infrastruktur.

Anja Weber von der Freien Wählergemeinschaft lobte den Investitionsplan ebenfalls und betonte insbesondere den Punkt Jugendarbeit, für den sich die FWG starkgemacht hätte. Allerdings mahnte sie auch an, dass es wichtig sei, die Einnahmen der Stadt im Blick zu behalten. „In der Vergangenheit haben wir viel Geld durch den Verkauf von Baugrundstücken eingenommen“, zukünftig brauche man aber kreativere Lösungen.

Der Vertreter der Bürgerliste, Erich Müller, betonte dass es wichtig sei, dass im Investitionsprogramm auch die Stadtteile nicht aus dem Blickfeld geraten seien. „Der Investitionsplan zeigt: Die Stadtteile sind uns wichtig.“

Kritische Töne kamen hingegen von den Gudensberger Grünen. So sollte Gudensberg auch verstärkt Projekte umsetzen, die keine Förderung erhalten, aber trotzdem wichtig für die Stadt seien. Christian Scherp (Grüne) mahnte außerdem an, dass sich seine Fraktion mehr Bürgerbeteiligung und kritisches Hinterfragen der Investitionen wünsche. „Viele große Baustellen sind noch nicht im Investitionsprogramm enthalten.“ So würden beispielsweise die Bereiche Verkehr, Soziales und Integration sowie Klimaschutz fehlen.

Von Daniel Seeger