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Rothenfels tritt der FBG Main-Spessart West bei

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Rothenfels

Susanne Feistle

Bürgermeister und Oberbürgermeister

Michael Gram

Städte

Thorsten Schwab

Unterfranken

In der Stadtratssitzung am Mittwochabend beschloss der Rothenfelser Rat einstimmig, parallel zur Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Marktheidenfeld, der FBG Main-Spessart West mit Sitz in Lohr zum 1. Juli beizutreten.

Die FBG Main-Spessart West ist ein Zusammenschluss privater und kommunaler Waldbesitzer in Form eines gemeinnützigen Vereins. Die Mitgliedsfläche umfasst etwa 1900 Hektar Privatwald und etwa 8000 Hektar Kommunalwald. Die FBG vermarktet jährlich rund 25 000 Festmeter Holz für ihre 750 Mitglieder, erklärte Bürgermeister Michael Gram.

Aktuell ist Rothenfels Mitglied bei der FBG Marktheidenfeld. Dort läuft die Zusammenarbeit seit längerer Zeit nicht gut. Außerdem hat diese bereits seit geraumer Zeit Probleme einen Vorstand zu finden. Hier ist die Zukunft fraglich. „Die Stadt Rothenfels braucht aber zwingend eine FBG um ihr Holz vermarkten zu können“, so Gram. Daria Schürmann berichtete, dass sie bei einer besuchten Sitzung in Marktheidenfeld den Eindruck hatte, das dort eine schlechte Stimmung herrsche.

Verträge mit Sägewerken

Weitere Gründe für einen Eintritt in die FBG Main-Spessart West brachte jetzt auch Förster Matthias Huckle vor. Er erklärte in einem Schreiben, dass sich der Geschäftsführer Thorsten Schwab aktuell aktiv darum kümmert, Verträge mit kleinen und mittelgroßen Sägewerken in Unterfranken abzuschließen. Hierin verpflichten sich die Sägewerke Holzmengen über einen Zeitraum von ein bis zwei Jahren zuverlässig abzunehmen. Und zwar zu einem festen Preis und das auch für Käferholz.

Für die Stadt Rothenfels bedeutet das kalkulierbare Einnahmen, denn der Preis ändert sich nicht wochen- oder tageweise, wie es im Moment der Fall ist. Die Stadt liefert dafür vertraglich festgelegte Mengen. Diese werden so ausgewählt, dass die Lieferung problemlos möglich ist. Außerdem laufe die Zusammenarbeit absolut reibungslos, was für den Förster eine große Erleichterung darstelle, besonders beim aktuell schwierigen Holzmarkt.

Mitgliedsbeitrag von 266 Euro

Gram findet es durchaus sinnvoll, schon jetzt, parallel zur FBG Marktheidenfeld, der FBG Main-Spessart West beizutreten. Dann soll das Holz aus diesem Jahr bereits über die FBG Main-Spessart West verkauft werden. Der jährliche Mitgliedsbeitrag für die Stadt Rothenfels beträgt 266 Euro.

Ein Austritt der FBG Marktheidenfeld wäre erst Ende 2022 möglich. Über eine mögliche Kündigung soll aber erst im Herbst entschieden werden. „Ich glaube, es ist der richtige Zeitpunkt jetzt beizutreten. Ich möchte die Tür in Marktheidenfeld erst mal nicht zumachen, aber die in Lohr schon auf“, so Gram.

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