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Rottenbucher Abschlussjahrgang im Zeichen der Maske

Kinder versorgen und umsorgen, ihnen Geborgenheit und Nestwärme geben und, wenn notwendig, ihnen Trost spenden: Das haben 20 Kinderpflegerinnen und ein Kinderpfleger in ihrer zweijährigen Ausbildung an der Don Bosco-Berufsfachschule für Kinderpflege in Rottenbuch gelernt.

Rottenbuch – „Das ist ein großartiges Ergebnis“, sagte die stellvertretende Schulleiterin Renate Schmid auf der Abschlussfeier im Fohlenhofsaal. Alle Absolventen dürfen sich ab sofort „Staatlich geprüfte Kinderpfleger“ nennen. 19 von ihnen haben zudem den mittleren Bildungsabschluss geschafft.

Über die Hälfte der Absolventen werden künftig in Kindergärten und Krippen Kinder betreuen, drei haben sich für die fünfjährige Ausbildung zu staatlich anerkannten Erzieherinnen an der Fachschule für Sozialpädagogik in Rottenbuch entschieden. Einige andere streben den Beruf als Heilerziehungspflegerin, Hauswirtschafterin oder Ergotherapeutin an.

Freude darüber, wieder in die Schule zu können

Eine Absolventin beginnt eine Lehre als Goldschmiedin. Laura Gretschmann, Natalie Kummeth und Selina Mensching bekamen aufgrund ihres Notendurchschnitts von besser als 1,5 zusätzlich eine Anerkennungsurkunde der Regierung von Oberbayern.

Als Abschlussfeier-Motto haben die Don Bosco-Absolventen den Spruch von Regens Wagner gewählt: „Deine Sonne steht hoch am Himmelszelt, wenn auch Wolken sie verhüllen“: Renate Schmid sagte, in ihrem Beruf als Lehrerin sei es ihr eine ganz besondere Freude, an dieser Schule ganz im Sinne Don Boscos junge Menschen auf ihrem Weg begleiten zu dürfen. Sie meinte mit Blick auf die Pandemie auch, „Ihr seid die erste Klasse, die sich gefreut hat, wenn sie in die Schule darf“.

Alle hätten sie das Zeitalter der Masken erlebt, haben sich angelächelt, wenn sich die Möglichkeit geboten habe. Und sie hätten gelernt, hinter die Masken zu schauen.

Große Hürde übersprungen

Don Bosco-Gesamtleiter Achim Gerbig sagte, bei dieser Veranstaltung im Haus nach langer Zeit freue er sich, „echte Menschen zu sehen“. Übrigens, das nach einem Brand im Jahr 2018 zerstörte und wieder aufgebaute ehemalige „Bräuhaus“ wird Ende 2021 bezugsfertig sein. Anfang 2022 ziehen Fachakademie und die Berufsfachschule dort wieder ein.

Rottenbuchs Bürgermeister Markus Bader indes sprach über die „überbürokratische Zeit“, über die Bevormundung und über täglich neuen Vorschriften. Unerwartete Ereignisse könne man nur meistern, wenn man Vorschriften beiseite lege und unbürokratisch anpacke. „Ihr“, sagte er in Richtung der Absolventen, „habt hier schon mal eine große Hürde übersprungen“.

Mit in die Abschlussfeier eingebunden waren die Reden der beiden Klassensprecherinnen Selina Mensching und Emely Weber. Beide warfen sie einen Blick auf die beiden erfolgreichen Jahre, die sie alle unter erschwerten Bedingungen geschafft haben.

Zum Schluss kommen die Sängerinnen

Annerose Lechner indes reimte die beiden Schuljahre, indem sie unter anderem sagte: „Es tut uns leid für Euch heuer, leider nur eine kleine Abschlussfeier“. Und Gottes Segen wünsche sie allen, „uns hat es sehr gut mit Euch gefallen“.

Den vorangegangenen Wortgottesdienst stellte Regens-Wagner-Direktor Rainer Remmele unter das Thema „Auf wen hör ich“. Man sollte prüfen, ob es nicht interessant wäre, „Jesus zu folgen“. Für das Schlusslied waren die Sängerinnen um Solistin Sarah Bauer zuständig. Renate Schmid zitierte schließlich noch Johann Evangelist Wagner: „Verlass Dich auf Gott! Geh ruhig dienen Weg! Wenn Du wartest, bis Gott alle Wege ebnet, dann kommst Du nie an“.

Die Absolventen sind: Anna-Lena Aigner (Antdorf), Sarah Bauer (Polling), Fabienne Bischoff (Uffing), Carolina Braun (Halblech), Sandra Eulenhöfer (Starnberg), Lena Fuchs (Polling), Laura Gretschmann (Schönberg/Rottenbuch), Lisa Haberstock (Peißenberg), Manuela Kotz (Wildsteig), Natalie Kummeth (Grainau), Melina Lidl (Eglfing), Luci Mauri (Bad Kohlgrub), Selina Mensching (Garmisch-Partenkirchen), Raphaela Müller (Greifenberg), Lilian Raheb (Garmisch-Partenkirchen), Deborah Schuster (Böbing), Lisa Speer (Rottenbuch), Sandra Steigenberger (Weilheim), Lena Ulrich (Tutzing), Emely Weber (Saulgrub), Gabriel Zimmermann (Garmisch-Partenkirchen) Aus Datenschutzgründen werden nicht alle Namen genannt.

Walter Kindlmann

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