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Rußrindenkrankheit bedroht den Ahorn

Sulzheim

Um den Gemeindewald Sulzheim ist es relativ gut bestellt, auch wenn Trockenheit und Krankheiten Sorgen bereiten. In der Sitzung des Sulzheimer Gemeinderats am Montag stand der Jahresabschluss 2020 und der Jahresplan für 2021 im Mittelpunkt. Mit Blick nach vorne sagte Revierförster Haiko Beisswenger im frisch sanierten Rathaus: "Trotz der letzten Trockenjahre erwarten wir ein erfolgreiches Forstwirtschaftsjahr."

Beisswenger war zusammen mit dem Geschäftsführer der Blauwald GmbH, Thomas Venus, in die Ratssitzung gekommen, um über den Zustand der 330 Hektar großen Waldflächen, die sich im Eigentum der Großgemeinde befinden, zu berichten und einen Ausblick zu geben. Die Firma Blauwald ist mit der Betreuung des Gemeindewalds beauftragt. Zwar habe man immer noch mit den Folgen der Trockenjahre 2019 bis 2020 zu kämpfen, doch durch die günstigen Witterungsbedingungen sei die Schwammspinnerproblematik überstanden, gab der Revierförster Erfreuliches bekannt.

Viel Schadholz  bei Kiefern und Fichten

In den Kiefer- und Fichtebeständen sei viel Schadholz vorhanden. Beim Ahorn sei erstmals in Sulzheim die Rußrindenkrankheit aufgetreten, verriet Beisswenger. Die Krankheit wird durch einen Pilz vor allem bei extremer Trockenheit verursacht. Risse in der Ahornrinde und Schleimfluss am Stamm lassen einen Befall erkennen. Sorgen macht sich der Revierförster auch um die Eschen, die in einem rasanten Tempo absterben (Eschentriebsterben).

Gut sieht es momentan für Waldbesitzer beim Holzmarkt aufgrund gestiegener Holzpreise aus. Laubstammholz und vor allem Eichenstammholz aller Güteklassen seien gut nachgefragt, so der Revierchef. Vor allem die Preise bei der Eiche seien noch einmal nach oben gegangen. Auch die Nachfrage nach Brennholz steige stetig an. Beim Nadel-/Laubindustrieholz habe sich die Absatzlage verbessert.

Frohe Botschaft bei den Finanzen

Zur Baumartenverteilung im Gemeindewald gab Beisswenger bekannt: 49 Prozent Eiche, 40 Prozent restliches Laubholz und elf Prozent Nadelholz. Im Gegensatz zu den übrigen Wäldern im Landkreis Schweinfurt ist die Buche in Sulzheim nicht zuhause. Der Einschlag nach Nutzung 2020: planmäßig (32 Prozent), Dürre/Käfer (30), Eschentriebsterben (28) und Eichensterben (9).

Bei den Finanzen hatte der Revierförster eine erfreuliche Nachricht mitgebracht. Im Jahresplan hatte er ursprünglich Einnahmen von 12 500 Euro prognostiziert. Das Überschuss-Ergebnis fiel mit 36 262 Euro fast dreimal so hoch aus. Der Hauptgrund für die Mehreinnahmen sind deutlich höhere Zuschüsse vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten als zunächst erwartet. Für 2021 rechnet Beisswenger mit einem Überschuss aus Einnahmen und Ausgaben von 29 000 Euro.

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