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Schwabbruck: Tempo-30-Zone soll Sicherheit erhöhen

Um die Sicherheit für Kinder und ältere Bürger im Bereich „Am Eschbach“ zu erhöhen, soll eine Tempo-30-Zone eingerichtet werden. Einem Mitglied ging der Beschluss nicht weit genug.

Schwabbruck – Bereits in einer vorherigen Sitzung hatte sich der Gemeinderat mit dem Wunsch von Anliegern der Straße „Am Eschbach“ beschäftigt, dort die Geschwindigkeit auf 30 km/h zu beschränken (wir berichteten). Sie hatten nun einen schriftlichen Antrag gestellt, das Thema kam erneut aufs Tapet. Weit über 40 Kinder würden im genannten Bereich wohnen, sich treffen und spielen. Viele Verkehrsteilnehmer würden zu schnell fahren – ein enormes Gefahrenpotential, formulierten es die Antragssteller. Eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h würde die Situation entschärfen und die Sicherheit für alle erhöhen.

Hubert Pfettrisch gab dem Recht und sprach sich für die Einrichtung einer Tempo-30-Zone „Am Eschbach“, sowie in der „Fuchsgasse“, „Angerweg“ und „St. Martin Weg“ aus. Zusätzliche Warnschilder an den Ecken der Gefahrstelle am Stadel, wie Bürgermeister Norbert Essich sie vorgeschlagen hatt, „würden bestimmt nicht schaden“.

Dem Einwand von Essich, dass womöglich weitere Bereiche zu Tempo-30-Zonen erklärt werden sollen, wenn man diesen großen Schritt mache und nicht nur die Geschwindigkeit in einer Straße begrenzt, widersprach Pfettrisch. Man habe im Bereich „Am Eschbach/Angerweg“ ein sehr hohes Kinderaufkommen. In anderen Straßen sei das nicht der Fall und man sollte dort keine Begrenzung aufstellen, die von Anwohnern wahrscheinlich nicht gewünscht werde.

Eine Tempo-30-Zone soll im Bereich von Fuchsgasse, Am Eschbach und Angerweg eingerichtet werden. BAYERNATLAS

Tempo 30: Kennzeichnung mit Schild oder Markierung auf der Straße?

Das sah unter anderem Christian Huber anders: „Mir ist ein einziges Kind genauso wichtig wie 40.“ Von seinem früheren Vorschlag, eine Spielstraße einzurichten, rückte Huber allerdings ab, da es beispielsweise auch ein Parkverbot mit sich ziehen würde. „Das ist nicht machbar.“ Dem Vorschlag, eine größere Tempo-30-Zone auszuweisen und Warnschilder im Gefahrenbereich aufzustellen, stimmte er aber zu. Es sollte sich aber um Schilder mit offiziellem Charakter und nicht um selbstgemalte handeln.

Dass es nicht nur um Kinder, sondern auch um ältere Mitbürger – in der Gegend befindet sich auch ein Pflegeheim – geht, ergänzte Gotthard Leichter. Er schlug außerdem vor, das Tempolimit auf die Straße zu malen. Ob weitere Straßen folgen sollen, müsse man abwarten und sich erst einmal nur auf den Antrag konzentrieren.

In der vorherigen Sitzung wurde über die Tempo-30-Zone noch kritisch diskutiert, da die Polizei davon abriet, wie Bürgermeister Norbert Essich berichtete. Die Geschwindigkeit sei im Bereich der Gefahrenstelle noch zu schnell. Es handelte sich wohl um ein Missverständnis, stellte nun Norbert Schreiber klar. Würde man die Schilder unmittelbar vor der Gefahrenstelle ausweisen, seien die Bedenken gerechtfertigt. Allerdings solle ja ein größerer Bereich zur Tempo-30-Zone erklärt werden, die Geschwindigkeitsschilder wären weit genug von der Gefahrenstelle entfernt, sodass dort die Geschwindigkeit der Situation weiterhin angepasst werden muss.

Der Gemeinderat sprach sich mit einer Gegenstimme für eine Tempo-30-Zone aus, welche die Straßen „Am Eschbach“, „Fuchsgasse“, „St. Martin Weg“ und „Angerweg“ umfasst. Das weitere Vorgehen, auch ob ein Schild oder eine Markierung auf der Fahrbahn sinnvoller ist, soll nun mit dem Landratsamt abgeklärt werden.

Gemeinderat plädiert für Tempo 30 für den gesamten Ort

Für Hubert Waibel „ein Beschluss von gestern“, wie er in der Diskussion immer wieder deutlich machte. Waibel verwies auf Marktoberdorf, wo Tempo 30 die Regel werden soll, sogar Paris gehe den Schritt zur Verkehrswende und führt nahezu überall besagte Geschwindigkeitsbegrenzung ein. Das habe nicht nur Sicherheits- sondern auch Umweltschutzgründe, erklärte Waibel. Auch wenn er selbst gerne schnell fahre, sei der Trend zum Tempolimit doch klar erkennbar und auch für Schwabbruck wäre es nur konsequent, im gesamten Ort ein Tempo-30-Limit einzuführen – die Hauptstraßen wie Altenstädter und Burggener Straße ausgenommen. Bevor man soweit geht, solle man erst einmal die Erfahrungswerte abwarten, die man mit der jetzt beschlossenen Tempo-30-Zone macht, meinte unter anderem Norbert Schreiber.

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