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Seit 25 Jahren ein Ort der Erinnerung

Ziemlich genau vor 25 Jahren wurde die Knappengedächtniskapelle auf der Neuen Bergehalde geweiht. Ihr Bau wurde durch finanzielle und tatkräftige Hilfe der Peißenberger möglich. Das 25-Jährige wird am Samstag mit einer Messe gefeiert.

Peißenberg – Am 16. Juni 1996 weihte Weihbischof Josef Grünwald aus Augsburg die Knappengedächtniskapelle auf der Neuen Bergehalde in Peißenberg. Die Knappenkapelle, wie sie in der Marktgemeinde verkürzt genannt wird, wurde zu Ehren der 262 Bergleute errichtet, deren Tod während der Zeit des Bergbaus am Hohen Peißenberg zu beklagen war. Die Kapelle ist in den vergangenen 25 Jahren wegen ihres wunderbaren Standorts mit Blick auf das Alpenpanorama auch ein beliebtes Ausflugsziel geworden.

„Es war ein traumhafter Tag, wie für einen Heimatfilm geschaffen. Über 2000 Leute waren da“, erinnert sich Rudolf Tuscher, einer der Gründer des Knappenvereins und ehemaliger Vorstand. Erzählt er von der Entstehungsgeschichte der Kapelle und deren Bau, gerät er ins Schwärmen. „Es waren die schönsten zwei Jahre meines Lebens“, sagt er.

Nach der Gründung des Knappschaftsvereins im Jahr 1989 sei die Mitgliederzahl rasch angestiegen. Die Resonanz auf die Intention des Vereins, das Bergmannsleben und alles was damit zusammenhängt, der Öffentlichkeit näher zu bringen, stieß auf breite Zustimmung unter der Bevölkerung. Und so kam den damaligen vier Vorständen zu denen auch Rudolf Tuscher gehörte, die Idee, einen Gedenkort für die in der Zeit des Bergbaus verstorbenen Bergleute zu schaffen. Es sollte kein Feldkreuz sein. Irgendetwas Besonderes stellte man sich vor. Eine Kapelle vielleicht? Aber das hielten die Verantwortlichen damals für nicht finanzierbar. Dann übergab eine Spenderin dem Verein eine hohe Summe, und das war der Anstoß, doch den Bau einer Kapelle zu wagen.

Das Modell der Kapelle wurde in der Sparkasse in Peißenberg ausgestellt. Und was dann geschah, ist für Tuscher bis heute noch unvorstellbar. Die finanzielle Unterstützung war enorm. „Jeder wollte dabei sein“, sagt Tuscher. Aber damit nicht genug.

Als es dann an den Bau der Kapelle ging, war die Bereitschaft zu helfen einfach überwältigend. „Wir konnten manchmal gar nicht alle einteilen, so viele waren da“, erinnert sich Tuscher.

Der Reiz der Kapelle, die mit St. Barbara und St. Antonius von Padua gleich zwei Schutzpatrone hat, steckt in den vielen Details, die alle Bezug zum Bergbau haben. Es ist eine Hommage an die Arbeit der Bergleute.

Da ist zunächst der bewusst gewählte Ort auf der Neuen Bergehalde mit herrlichem Blick auf das Alpenpanorama. Die Knappenkapelle steht genau in der Verlängerung der Schongauer Straße aus Richtung Hohenpeißenberg und auch exakt auf der Verbindungslinie zwischen den Kirchen St. Johann und St. Barbara.

Zudem ist der offene Dachstuhl wie ein Bergwerk ausgebaut. Der Altar besteht aus einem nach alten Plänen nachgebautem Grubenhunt mit Originalfahrgestell, darauf liegt die schwere Altarplatte. Jeweils zwei Grubenlampen rechts und links an den Wänden ersetzen die Kerzen. Der Boden ist mit original Solnhofer Platten gefliest, da alle Zechensäle so ausgestattet wurden.

Die Fenster sind ein Meisterwerk der Glasbaukunst. Das rechte ist auf das ehemalige Schachtgelände ausgerichtet und zeigt einen Bergmann bei der Arbeit. Das linke Fenster weist zur Kirche St. Barbara und es wird die tiefe Verbundenheit der Bergleute zu ihrem Glauben dargestellt. Man sieht einen Knappschaftszug mit festlich in Uniform gekleideten Knappen und der Knappschaftsfahne. Die Glocke der Kapelle ist der Hl. Anna geweiht, eine weitere Schutzheilige der Bergleute. Sie läutet automatisch zu den üblichen Zeiten. Wenn aber ein Mitglied des Knappenvereins verstirbt, dann wird per Hand ein bestimmtes Geläut angestimmt eine sogenannte Schiedung, eine Verabschiedung. Beim Termin mit der Heimatzeitung muss Tuscher die Glocke läuten, da ein alter Bergmann verstorben ist.

Regina Wahl-Geiger

Messe

Am morgigen Samstag, 19. Juni, wird mit einer Messe an der „Knappengedächtniskapelle“ das Patrozinium gefeiert. Beginn: 18.30 Uhr. Die Knappen können wieder in Uniform an dieser Festlichkeit teilnehmen. Die Knappschaftskapelle Peißenberg umrahmt den Gottesdienst. Bei schlechtem Wetter findet die Messe in der Barbarakirche statt.

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