Wie ticken wir Deutschen in puncto Lust und Leidenschaft? Geht es in langjährigen Beziehungen heiß her, haben Affären mehr Spaß im Bett, oder bringen One-Night-Stands den ultimativen Kick?

Im ersten Teil der neuen B.Z.-Mini-Serie werfen wir heute einen Blick in die Schlafzimmer all jener Männer und Frauen, die in einer festen Partnerschaft leben. Das sind laut Statistik immerhin 60 Prozent der Deutschen!

Zwar sind wir heute sprunghafter als noch vor wenigen Jahrzehnten, leben aber durchaus gerne monogam. Laut einer Studie des Portals ElitePartner steht Treue für die Deutschen in Sachen Liebe nach wie vor an erster Stelle.

Was aber passiert genau zwischen Fest-Liierten in Sachen Erotik? Wer weniger als zwei Jahre zusammen ist, hat mit sehr großer Wahrscheinlichkeit Sex – rund 90 Prozent der Befragten einer Studie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) gaben an, in ihrer frischen Beziehung sexuell aktiv zu sein.

Und auch nach fünf Jahren ist die körperliche Liebe durchaus noch ein fester Bestandteil der meisten Beziehungen. So sagen 81 Prozent der Männer und 74 Prozent der Frauen, dass sie nach wie vor regelmäßig mit ihrem Partner schlafen.

Doch leider stimmt oft auch das Klischee von der Erotik, die unter einer Langzeitliebe leidet: Umfragen zeigen immer wieder, dass die sexuelle Zufriedenheit mit der Dauer der Bindung sinkt.

Übrigens ist auch bei jungen Eltern ein Knick in der Sex-Häufigkeit völlig normal, abstinent sind sie jedoch mitnichten. Von den Paaren mit Kindern haben laut Umfragen 45 Prozent einmal pro Woche Sex, rund ein Drittel ein- bis zweimal.

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Wieso ist Sex überhaupt ein so wichtiges Thema? Unter anderem auch, weil das Sexleben einen maßgeblichen Einfluss auf unsere Zufriedenheit hat. So erklärt sich, dass auch das Liebesglück im ersten Jahr einer Beziehung am höchsten ist.

Wie wichtig dann regelmäßige körperliche Liebe für das Gelingen einer langfristigen Beziehung ist, können Experten nicht oft genug betonen.

„Sex ist eine Form der Kommunikation“, sagt Psychologin Lisa Fischbach. „Auch wenn viele andere Faktoren auf die Paarzufriedenheit einwirken, so hat befriedigender Sex auch immer einen stabilisierenden Effekt.“

Die eigene Lust auszuleben, körperliche und emotionale Nähe beim Küssen oder Kuscheln würden Paare in ihrem Gefühl der Zusammengehörigkeit und Liebe bestätigen, betont sie.

Überraschend: Zwar haben Langzeit-Paare deutlich weniger oft Sex, aber selbst unter jenen, die 20 Jahre und länger zusammen sind, schaffen es 35 Prozent immerhin noch einmal im Monat, Zeit für Erotik zu finden, und ein weiteres Drittel sogar mindestens einmal pro Woche. Nur jedes zehnte Paar lebt ganz enthaltsam.

Das erklärt auch, warum immerhin 60 Prozent der Langzeitpaare angeben, dass sie sexuell zufrieden sind.

Lesen Sie im zweiten Teil alles über Affären – wie häufig sie vorkommen – und warum die Deutschen überhaupt untreu sind.