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Sie fürchtete Entführung - Belarus-Sprinterin kämpft um Asyl in Europa

Was geschieht mit der Olympia-Sprinterin Kristina Timanowskaja (24)? Nachdem sie sich aus Angst vor einer Entführung durch das Lukaschenko-Regime geweigert hatte, in ein Flugzeug nach Belarus zu steigen, wurde sie am Flughafen in Tokio in Sicherheit gebracht. Sie kämpft nun um Asyl in Europa – denn fest steht: Timanowskaja will nicht in ihre Heimat zurückkehren.

Ihr Wunschziel: Österreich. Ihr Trainer Philipp Unfried ist Österreicher, absolvierte mit Timanowskaja Einheiten in unserem Nachbarland. In einer Diskussion über den erschreckenden Fall wandte sich BILD-Live-Chef Claus Strunz am Montag direkt an den österreichischen Bundeskanzler: „Sebastian Kurz, helfen Sie!“

Auch andere Länder haben bereits ihre Hilfe angeboten. Am Sonntagabend erklärte Tschechiens Außenminister Jakub Kulhanek auf Twitter, sein Land biete Timanowskaja ein Visum an, „damit sie bei uns internationalen Schutz erhalten kann“. Auch die tschechische Botschaft in Tokio sei bereit zu helfen. „Die Situation um die Sprinterin Kristina Timanowskaja finde ich skandalös“, schrieb Kulhanek.

Medien berichteten, die Sportlerin werde vor Ort bereits von einem Anwalt beraten, der auf Flüchtlingsrecht spezialisiert sei.

Auch Polen erklärte sich bereit, Timanowskaja im Rahmen eines humanitären Visums aufzunehmen. Sein Land sei bereit zu helfen, schrieb Vize-Außenminister Marcin Przydacz am Sonntagabend beim Kurznachrichtendienst Twitter. „Sie hat die freie Wahl, ihre sportliche Karriere in Polen fortzusetzen, wenn sie sich dafür entscheidet“, führte der Politiker weiter aus.

Frankreichs Europaminister Clement Beaune hatte sich zuvor für politisches Asyl für die 24-Jährige in der EU ausgesprochen. „Das wäre eine Ehre für Europa“, sagte er dem Sender RFI. Eine Stellungnahme der Bundesregierung zu dem Fall lag nicht vor.

BILD-Olympia-Reporter Frank Schneider dazu bei BILD Live: „Die wahrscheinlichste Option ist Polen.“ Die Hilfsbereitschaft für Timanowskaja sei gewaltig – Anlass zur Sorge bestehe aber weiterhin, so Schneider. Es sei davon auszugehen, dass nun auch Timanowskajas Mann ins Visier des Regimes gerate. Er arbeitet als Personal Trainer in Minsk.

Timanowskaja selbst verbrachte die Nacht unter Schutzvorkehrungen. IOC-Sprecher Mark Adams erklärte am Montag: „Sie hat die Nacht in einem Flughafenhotel in einer sicheren Umgebung verbracht. Sie hat uns versichert, dass sie sich sicher fühlt.“

Zuvor hatten zwei Betreuer des belarussischen Teams die Sportlerin überraschend zum Flughafen Haneda gebracht. Daraufhin erklärte Timanowskaja: „Ich mache mir Sorgen um meine Sicherheit. Und ich denke, dass es im Moment in Belarus für mich unsicher ist.“

Das Belarussische Olympische Komitee (NOK) hatte zuvor auf Telegram erklärt, die Athletin sei von einem Arzt untersucht worden und werde wegen ihrer „emotional-psychischen Verfassung“ nicht an weiteren Wettkämpfen teilnehmen.

Timanowskaja bezeichnete das auf Instagram als „Lüge“. Dem Radiosender Euroradio sagte sie: „Sie haben mir einfach gesagt, dass ich meine Sachen packen und nach Hause fliegen soll.“

Zuvor hatte sie sich auf ihrem Instagram-Kanal beschwert, dass sie in „falschen“ Disziplinen antreten solle, weil zu viele belarussische Athleten keine ausreichenden Doping-Tests absolviert hätten. Statt über 200 Meter sollte Tsimanouskaya plötzlich die 4x400-Meter Staffel laufen.

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