In Brandenburg bleibt die Zahl der Neuansteckungen mit dem Coronavirus weiter auf hohem Niveau: Innerhalb eines Tages wurden 196 neue Fälle gemeldet, wie das Gesundheitsministerium am Sonntag berichtete.

Am Vortag waren es 258 neue Fälle und vor einer Woche 198. Insgesamt gaben die Gesundheitsämter damit an diesem Wochenende 454 Neuinfektionen bekannt. Der Landkreis Barnim und die Stadt Brandenburg/Havel meldeten am Sonntag allerdings keine Fälle.

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuansteckungen stieg damit weiter an: Landesweit wurden am Sonntag rechnerisch 56,1 neue Fälle pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche gemeldet. Vor einer Woche lag dieser Wert noch bei 52,9. Brandenburg liegt aber weiterhin deutlich unter der bundesweiten Inzidenz, die das Robert Koch-Institut mit 72,7 angab.

Unter dem Schwellenwert von 35 blieben nur der Landkreis Uckermark mit 27,1 und Brandenburg/Havel mit 27,8. Der höchste Wert wurde am Sonntag in Cottbus mit 116,5 gemeldet.

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In den Landkreisen Havelland und Potsdam-Mittelmark lag die Sieben-Tage-Inzidenz bereits den vierten Tag in Folge über dieser Schwelle. Wenn der Wert 35 in einer Region fünf Tage hintereinander nicht unterschritten wird, tritt dort wieder eine Corona-Testpflicht für ungeimpfte Bürgerinnen und Bürger zum Besuch von Gaststätten, Hotels oder Theatern in Kraft. Dies gilt bereits in elf Landkreisen und drei kreisfreien Städten.

Große Preisspanne bei Tests

Seit dem vergangenen Montag müssen ungeimpfte Bürger mit Ausnahme bestimmter Personengruppen die Corona-Tests selbst zahlen.

Dabei weisen die Preise nach den Angaben im Internet eine große Spanne auf: Die Kosten pro Test reichen von 8,90 Euro bei einem Anbieter in mehreren Städten bis zu 27,48 Euro bei einem medizinischen Labor in Cottbus. In der Landeshauptstadt Potsdam liegen die Preise den Angaben zufolge zwischen 10 Euro und 19,90 Euro.

In Brandenburg müssen aktuell 82 Menschen wegen ihrer Covid-19-Erkrankung in Krankenhäusern behandelt werden, 3 mehr als am Samstag. Die Zahl dieser Patienten auf den Intensivstationen stieg um 1 auf 19.